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Nach Kritik der Aktionäre : Credit Suisse kürzt Manager-Boni deutlich

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Die Credit Suisse ist die zweitgrößte Bank in der Schweiz. Bild: Reuters

Die zweitgrößte Schweizer Bank reagiert auf Kritik einiger Eigentümer: Die Führung streicht ihre Bonuszahlungen zusammen.

          Die Schweizer Großbank Credit Suisse will auf Druck von Aktionären Bonuszahlungen für ihre Spitzenmanager deutlich verringern. Bankchef Tidjane Thiam und die Geschäftsleitung hätten beschlossen, dem Verwaltungsrat vorzuschlagen, „die bereits von ihm zugeteilte variable Vergütung – bestehend aus langfristigen Incentive Awards für 2017 und kurzfristigen Incentive Awards für 2016 – um je 40 Prozent zu reduzieren“, teilte die Bank an diesem Freitag mit. Auch der Verwaltungsrat habe beschlossen, seine Vergütung auf dem Niveau von 2015 und 2016 zu belassen und auf die für 2017 vorgesehene Erhöhung zu verzichten.

          Die Führung der zweitgrößten Schweizer Bank verwies darauf, dass einige Aktionäre „Vorbehalte bezüglich der zugeteilten variablen Vergütung für die Geschäftsleitung geäußert“ hätten. Unter anderem hatte sich der einflussreiche amerikanische Stimmrechtsberater ISS gegen die variable Vergütung der Geschäftsleitung von insgesamt fast 80 Millionen Franken (75 Millionen Euro) ausgesprochen. Auch den Lohn des Verwaltungsrats und den Vergütungsbericht insgesamt sollen die Aktionäre auf der Generalversammlung am 28. April ablehnen, wie einem Bericht von ISS am Dienstag zu entnehmen war.

          Die Credit Suisse wies im vergangenen Jahr einen Fehlbetrag von 2,7 Milliarden Franken aus. Zudem ist die Bank in einen neuen, europaweiten Steuerskandal verwickelt.

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