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Nach Grünen-Anfrage : P&R-Skandal bringt Finanzaufsicht in Erklärungsnot

Tausende Schiffscontainer stehen wie hier in Hamburg in den Deutschlands Häfen – einst versprachen sich die Anleger von den Investitionen dort das große Geld. Bild: Reuters

Der Verkauf von Schiffscontainern, die es nicht gab, kostet Anleger Milliarden. Nun fordert die Politik aufsichtsrechtliche Konsequenzen.

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          Der Anlageskandal um die auf die Vermietung von Schiffscontainern spezialisierte Münchner Anlagegesellschaft P&R ist in der deutschen Geschichte einmalig: Rund 54.000 Anleger haben der Gesellschaft 3,5 Milliarden Euro anvertraut. Im Frühjahr musste P&R Insolvenz anmelden. Seitdem lassen die Mitteilungen des Insolvenzverwalters Michael Jaffé einen Betrugsskandal vermuten, weil den Anlegern fast eine Million Container verkauft wurden, die es nicht gab. Die Lücke zwischen verkauften und vorhandenen Bestand baute sich über zehn Jahre auf. Doch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) schritt nicht ein.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Für den Finanzfachmann der Grünen im Bundestag, Gerhard Schick, zeigt der P&R-Skandal, dass Regulierung und Aufsicht unzureichend seien. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, in der es um die Rolle der Aufsicht in der P&R-Insolvenz geht. Die Antworten der Finanzstaatssekretärin Christine Lambrecht (SPD) liegen dieser Zeitung vor. Schick fühlt sich bestätigt: „Statt zumindest aus dem wohl größten Anlageskandal der Geschichte Deutschlands endlich Konsequenzen zu ziehen und für mehr Anlegerschutz zu sorgen, machen Bundesregierung und Finanzaufsicht weiter auf heile Welt.“

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