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Nach Trumps Wahlsieg : Amerikas Notenbankchefin signalisiert höhere Zinsen

  • Aktualisiert am

Janet Yellen Bild: AFP

Der Wahlsieg Donald Trumps hat starke Kursreaktionen an den Finanzmärkten ausgelöst. Amerikas oberste Währungshüterin Janet Yellen äußert sich erstmals öffentlich nach der Präsidentenwahl.

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          Die Präsidentin der amerikanischen Notenbankchefin Janet Yellen hält auch nach dem Wahlsieg Donald Trumps an ihrer Absicht fest, die Zinsen bald anzuheben. Das geht aus dem Manuskript ihrer ersten öffentlichen Rede seit dem überraschenden Triumph des Immobilien-Milliardärs vor einem Kongress-Ausschuss hervor (hier geht es zum Original, auf Englisch).

          Dabei verwies sie auf die zurückliegende jüngste Sitzung des Führungsgremiums der Notenbank in diesem Monat. Damals hätten die Währungshüter es als angemessen bezeichnet, dass die Zinsen „relativ bald“ stiegen.

          Zwischen 0,25 und 0,5 Prozent

          Yellen betonte, die amerikanische Wirtschaft habe sich weiter in Richtung der von den Währungshütern angestrebten Ziele entwickelt. Sie strebt sowohl Vollbeschäftigung als auch stabile Preise an.

          Yellen sagte dem Redetext zufolge auch, dass zu stark hinausgezögerte Zinserhöhungen dazu führen könnten, dass Anleger übermäßige Risiken eingingen. Dies könne dazu führen, dass spätere Zinserhöhungen dann womöglich schneller erfolgen müssten.

          Die Federal Reserve hält die Zinsen seit dem Dezember des vergangenen Jahres in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Zuvor hatte sie die Leitzinsen zum ersten Mal seit Ausbruch der Finanzkrise erhöht. Fachleute rechneten schon vor der Wahl Trumps zum nächsten Präsidenten damit, dass der nächste Zinsschritt in diesem Dezember erfolgen wird.

          Die Kursreaktionen nach der Wahl lassen sogar die Deutung zu, dass Trump eine deutlich aktivere Finanzpolitik zugetraut wird - und Zinserhöhungen eher schneller als langsamer vorgenommen werden könnten von den Währungshütern in Washington.

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