https://www.faz.net/-gv6-848yn

Nach Bieterschlacht : Knapp 3 Milliarden Euro für Nutella-Glas-Produzenten

  • Aktualisiert am

3 Milliarden Euro ist der Nutella-Glashersteller wert Bild: dpa

Für knapp 3 Milliarden Euro wechselt die Glassparte des Baustoffkonzern Saint-Gobain den Besitzer. Ein amerikanischer Finanzinvestor gewann das milliardenschwere Bieterrennen um den Glasproduzenten, der auch Flaschen für Dom-Perignon-Champagner herstellt.

          Der amerikanische Finanzinvestor Apollo hat das milliardenschwere Bieterrennen um den Nutella-Glas-Hersteller Verallia gewonnen. Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain teilte am Montag mit, seine Glassparte, die auch Flaschen für Dom-Perignon-Champagner herstellt, für 2,95 Milliarden Euro an Apollo zu verkaufen. Apollos Angebot sei das beste gewesen für Verallia und deren Mitarbeiter.

          Saint-Gobain hatte Anfang des Jahres den Verkaufsprozess für die Sparte gestartet. Jüngst erklärte der Konzern, fünf verbindliche Offerten dafür erhalten zu haben. Neben Apollo warfen auch der portugiesische Industriekonzern Ba Vidro sowie die Finanzinvestoren Blackstone, CVC Capital Partners und Ardian ihren Hut in den Ring. Apollo ist bereits in Frankreich engagiert. Jüngst investierte das New Yorker Haus in den hoch verschuldeten Flugzeugteile-Hersteller Latecoere.

          Mit dem Verkauf von Verallia, das 2014 mit etwa 10.000 Mitarbeitern in 13 Ländern 2,39 Milliarden Euro umsetzte und operativ 230 Millionen Euro verdiente, will sich Saint-Gobain auf sein hauptsächliches Geschäft mit Baustoffen konzentrieren. Der Verkauf muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

          Weitere Themen

          Die Quadratur des Kreises

          FAZ Plus Artikel: Reform der Altersvorsorge : Die Quadratur des Kreises

          Die deutsche Altersvorsorge gilt als komplex, stark reguliert und nicht immer logisch. Anlagen mit negativen Zinsen werfen nicht genug ab. Doch die Deutschen wollen nicht auf Garantien verzichten. Versicherer suchen deshalb nach Kompromissen.

          Topmeldungen

          Der Fall Lübcke : Wie ein Bumerang

          In Wiesbaden und Berlin bestimmt der Fall Stephan E. die Tagesordnungen. Nicht nur die Frage nach dessen Bezügen zum NSU ist noch zu klären. Die Grünen beklagen eine „eklatante Analyseschwäche“ des Verfassungsschutzes.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.