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Aktienmarkt : Nach Ausverkauf kann sich Dax im frühen Geschäft erholen

Bange Blicke an der Börse: Geht der Ausverkauf weiter? Bild: dpa

Die Aktienkurse machen im frühen Geschäft am Dienstag wieder Boden gut. Trotzdem verunsichert weiterhin die Sorge vor der Corona-Infektionswelle die Anleger.

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          Die Aktienkurse an der deutschen Börse haben sich im früühen Geschäft am Dienstag von den herben Vortagesverlusten etwas erholen können. Der deutsche Aktienindex Dax legte um 1,1 Prozent auf 12 675 Punkte zu, nachdem er am Vortag noch um mehr als 4 Prozent nach unten gerauscht war. Die Gewinnerliste im Dax führten die Aktien des Essenslieferdienstes Delivery Hero mit einem Kursplus von fast 4 Prozent an. Dahinter folgten die Titel des Halbleiterherstellers Infineon (plus 2,1 Prozent), der Deutschen Börse (plus, 2,0 Prozent) und des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (1,9 Prozent).

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Kurs der Deutschen Bank erholte sich um 1,2 Prozent, nachdem er am Vortag wegen Berichten über ältere Geldwäschefälle um fast 9 Prozent abgesackt war. Auch der europäische Bankaktienindex (Stoxx Banken) rückte um 0,7 Prozent vor. „Die jüngsten Corona-Warnungen nach dramatisch steigenden Infektionszahlen sind nun eine kalte Dusche für die Investoren und die Erinnerung daran, dass wir uns weiterhin inmitten einer globalen Pandemie befinden“, sagte Milan Cutkovic, Analyst beim Brokerhaus Axi Trader.

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          Die deutlich erhöhte Risikoaversion kam nach Angaben der Analysten von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) am Montag einerseits durch den mehr als 17-prozentigen Anstieg des V-Dax, der die Marktschwankungen misst und als Indikator für die Nervosität der Anleger  gilt, und andererseits durch das extrem negative Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern (eins zu sechs) zum Ausdruck. „Insofern scheint es, als würde der September seinem Ruf als schlechter Börsenmonat doch noch gerecht“, schreiben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick für Dienstag.

          Die Analysten der Bayerischen Landesbank (Bayern LB) erwarten aber keinen zweiten Crash, so wie er im Frühjahr nach den ersten Lockdown-Maßnahmen zu beobachten war. Die laufende, zweite Corona-Welle gehe bisher nicht mit Überlastungen der Krankenhäuser einher und sollte daher nicht zu so drastischen Ausgangssperren wie im Frühjahr führen, lautet ihre Einschätzung. Nichtsdestotrotz halten sie eine Fortsetzung der Korrektur an den Aktienmärkten für wahrscheinlich, weil einige Indikatoren darauf hindeuteten, dass die Anleger bisher zu optimistisch gewesen seien. 

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