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: Mobius zu Geldpolitik und Währungsentwicklung

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          1 Min.

          „ Auf lange Sicht wird die Entwicklung einer Währung immer eine Art Spiegel der wirtschaftlichen Situation eines Landes darstellen. Es wäre jedoch zu einfach, die gesamten Zusammenhänge zu verallgemeinern, zumal jedes Land seine eigene Geldpolitik verfolgt, um unterschiedliche wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Im Allgemeinen aber spielen Währungen eine wichtige Rolle gerade in den Volkswirtschaften der Emerging Markets. Die Asien-Krise, aber auch eine Reihe anderer lokaler Krisen, haben uns das vor Augen geführt.

          Man sollte aber auch die positiven Beispiele nicht vergessen. Brasilien etwa, wo eine kluge Geldpolitik die Wirtschaft nach langen Phasen der Unsicherheit nachhaltig gestärkt hat. Um aber auf lange Sicht erfolgreich zu sein, muss die Geldpolitik von entsprechenden steuerpolitischen Maßnahmen begleitet sein. Dazu gehören beispielsweise Steuerreformen. In vielen Fällen kann die Geldpolitik nämlich so gut wie gar nichts ausrichten, weil die notwendigen Steuerreformen nicht durchgeführt werden. Und das führt dann oft unweigerlich zur Schwäche einer Währung.

          Eine aus meiner Sicht günstige Entwicklung stellt die Einrichtung eines geldpolitischen Rates in einem Land dar, wodurch die Kontrolle über Geldmenge und Wechselkurse dem alleinigen Zugriff der Zentralbanken entzogen ist. In Lateinamerika beobachten wir einen Trend zur Übernahme des Dollars als offizielle Währung. Argentinien geht in diese Richtung, auch Ecuador hat diesen Schritt bereits vollzogen. In Zukunft werden meiner Ansicht nach mehr und mehr Länder zu einer gemeinsamen Währung übergehen. Vergleichbar mit dem, was derzeit bereits in Europa passiert.“

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