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Alternative zum Dienstwagen : S-Bahn, Leihrad, E-Roller – und der Chef zahlt

Ob Auto, Fahrrad oder Straßenbahn: Mit einem Mobilitätsbudget wird alles zum Dienstfahrzeug. Bild: Lando Hass

Firmenautos als Statussymbol waren gestern: Mit dem Mobilitätsbudget wählen Mitarbeiter selbst, wann sie welches Verkehrsmittel nutzen. Die Idee ist raffiniert und zielt vor allem auf junge Fachkräfte ab.

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          Früher war alles ganz einfach: Wer einen Dienstwagen hatte, der hatte es im Beruf zu etwas gebracht. Ohne Firmenauto war manch einer gar nicht bereit, ein Jobangebot anzunehmen. Je größer das Modell war, umso mehr konnte sich der Mitarbeiter geschätzt fühlen. Heute ist es anders: Viele, vor allem junge Mitarbeiter, wollen keinen Firmenwagen mehr, sie sehen ihn nicht mehr als Statussymbol. In Zeiten der Klimadebatte ist er zunehmend verpönt. Und wird in Großstädten mit Parkplatzmangel und gut ausgebautem öffentlichen Nahverkehr auch oft gar nicht vermisst.

          Dyrk Scherff
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Ein Drittel der heutigen Dienstwagen-Nutzer würden darauf verzichten“, hat Andreas Knie, Mobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), durch Umfragen herausgefunden. „Sie wollen stattdessen flexibel zwischen den Verkehrsmitteln wechseln können.“ Mit der S-Bahn oder dem Leihrad zur Arbeit, mit dem Taxi ins Konzert und mit dem Carsharing-Auto nur zum Einkaufen oder der Kita – das ist die Idee. Der Dienstwagen steht ihnen zu viel ungenutzt herum. Statt sich das alles privat selbst zusammenzukaufen, soll sich der Arbeitgeber daran beteiligen.

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