Was bei der Ablösung von Immobilienkrediten zu beachten ist
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Machtlose Kunden: Nicht nur im Casino, sondern auch im Alltag gewinnt in der Regel die Bank. Bild: DEEPOL by plainpicture/Gustafsson
Eigentlich sollten Kunden Geld von ihrer Bank erhalten, wenn sie Kredite vor Ablauf der Zinsbindung zurückzahlen. Doch davon ist weit und breit nichts zu sehen – eine „Sauerei“, erläutert an drei Beispielen.
Die Ablösung von Krediten bleibt ein Krimi. In den letzten Jahren fiel bei der vorzeitigen Rückzahlung von Hypotheken eine Entschädigung an, weil die Banken für die Wiederanlage des Geldes nur noch Zinsen bekamen, die unter den Sätzen des Kredites lagen. Nun hat sich der Wind gedreht. Wir haben die kuriose Situation, dass die aktuellen Habenzinsen über den Sollzinsen liegen, die vor vier oder fünf Jahren vereinbart worden waren. Das sollte eigentlich dazu führen, dass die Kunden nun Geld von ihrer Bank erhalten, wenn sie ihre Kredite vor Ablauf der Zinsbindung zurückzahlen. Eigentlich! Davon ist aber weit und breit nichts zu sehen, und ich möchte Ihnen diese „Sauerei“ an drei Beispielen erläutern.
Der erste Fall ist ein zerstrittenes Ehepaar. Jawohl, Sie haben richtig gelesen. Die Frau und der Mann haben vor 15 Jahren ein Eigenheim gekauft und die Hypothek vor 60 Monaten um zehn Jahre verlängert. Das hätten sie besser nicht gemacht, weil die Beziehung schon damals angeknackst war. Jetzt ist die Ehe vor drei Monaten geschieden worden, nun muss die „Beute“ verteilt werden. Dazu gehört auch das Eigenheim. Das Haus soll für eine Million Euro verkauft werden, um die Schulden in Höhe von 424.000 Euro ablösen zu können. Das ist auch kein Problem, weil die Banken verpflichtet sind, Kredite bei Ehescheidungen zurücknehmen. Nur die Abrechnung des Kredites ist ein Skandal.
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