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Private Altersvorsorge : Wenn die Zinsen kurz vor der Rente zu Albträumen führen

Zinsänderungen können zwar Albträume verursachen, sollten aber nicht zum Sprung von der Klippe führen. Bild: Getty

Privat Sparen, um die Rente aufzubessern, ist ein Muss. Aber was, wenn durch Zinsänderungen die beabsichtigte Monatsrente in weite Ferne rückt? Unser Experte verrät, wann Sie sich um Ihr Vermögen kümmern sollten.

          5 Min.

          Privatpersonen empfinden Zinsänderungen auf unterschiedlichste Art und Weise. Wenn nach dem Auslauf einer Zinsbindung neue Konditionen auszuhandeln sind, spüren Schuldner zum Beispiel ganz schnell in klingender Münze, was es bedeutet, wenn Sollzinsen steigen oder fallen. Anders ist die Wahrnehmung im Falle von Geldanlagen, vor allem bei Sparverträgen fürs Alter. Sie werden über lange Zeiträume abgeschlossen. Die Renditen sind von Anfang an unbekannt, und die Folgen von Zinsänderungen, vor allem von Senkungen, werden erst Jahrzehnte später spürbar.

          Volker Looman
          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Das beste Beispiel sind die klassischen Kapitallebensversicherungen. Wer vor 15 Jahren eine Police mit einer Laufzeit von 30 Jahren und einer Monatsprämie von 300 Euro abgeschlossen hat, sitzt wie beim Fußball in der Kabine und hat Zeit zum Nachdenken. Ihm mag vor Beginn der Partie vorgerechnet worden sein, dass bei dem Geschäft am Ende ungefähr 200.000 Euro herauskommen können. Doch erstens ist dem Sparer gesagt worden, die Hochrechnung sei unverbindlich. Zweitens stellt sich die Frage, ob er sich an die Prognose überhaupt erinnert. Und drittens steht in den Sternen, ob dem Vorsorgenden bewusst ist, was es bedeutet, wenn die Zinsen in Zukunft statt 3,8 nur noch 1,5 Prozent betragen werden.

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