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Persönliche Altersvorsorge : Der getrübte Blick auf die Millionen

  • -Aktualisiert am

Den Lebensabend genießen ist auch eine Kunst, die man beherrschen muss. Bild: Getty

Sie sind 65 Jahre alt, haben keine Kinder, leben schuldenfrei in einer Eigentumswohnung und auf dem Konto befindet sich ein größerer sechsstelliger Betrag? Nicht jeder kann das von sich behaupten – aber es gibt immer etwas zu optimieren.

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          Sind auch Sie der Meinung, dass Juristen nicht rechnen können? Ich halte dieses Vorurteil für üble Nachrede, weil ich den Eindruck habe, dass die meisten Anwälte ordentlich rechnen können, wenn es ums eigene Geld geht. Es gibt aber keine Regel ohne Ausnahme, wie Sie gleich sehen werden. Ich habe Post von einer Anwältin aus dem Norden dieser Republik bekommen, die schnell zur Sache kam. Sie und ihr Mann, ebenfalls Jurist, seien leider keine Millionäre, klagte die Dame, doch sie sorge sich um die halbe Million, die „nutzlos“ auf dem Konto herumliege. Folglich bitte sie um sachdienliche Hinweise, wie das Geld vor dem Verfall gerettet werden könne, weil es nicht zu ertragen sei, dass das Kapital durch die Inflation entwertet werde.

          Mich beschleichen bei solchen Anliegen merkwürdige Gefühle, und auch in diesem Fall hat mich mein Instinkt nicht im Stich gelassen. Es ist mehr Geld vorhanden als bewusst ist. Die beiden Herrschaften sind zweimal 65 Jahre alt und haben keine Kinder. Sie leben zwischen den Meeren in einer schuldenfreien Eigentumswohnung, die 600.000 Euro wert ist. Auf den Konten des Ehepaares liegen die besagten 500.000 Euro, so dass der Hinweis, man und frau seien keine Millionäre, auf den ersten Blick zu stimmen scheint. Nun kommt‘s aber, werte Halbmillionäre! Die Frau bezieht Renten von 3500 Euro je Monat, und der Mann streicht monatliche Bezüge von 5500 Euro ein.

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