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Gesundheitsfinanzierung : Die private Pflegeversicherung steht bereit

Schwer kalkulierbar: Die Kosten für einen Aufenthalt im Flegeheim sind für keinen Versicherten vorhersehbar. Bild: epd

Die staatliche Pflege ist bald nicht mehr ausreichend finanziert. Die Kapitaldeckung leidet unter dem Zins. Können Privatversicherungen helfen, die Lücke zu schließen?

          3 Min.

           Zu Jahresbeginn ist der Kopf immer noch frei genug für ganz neue Vorschläge. Insofern passt es, dass sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in der „Bild“-Zeitung mit einigen perspektivischen Aussagen zur Pflege-Finanzierung zitieren ließ. „Die Beitragssteigerungen Anfang des Jahres reichen bis 2022“, sagte der Minister. „Aber wir brauchen jetzt schon eine Grundsatzdebatte darüber, was danach passiert.“ Dabei hat sich Spahn in der Vergangenheit durchaus auch als Politiker gezeigt, der an die Kapitalbildung glaubt. Wie viel kann die private Versicherungswirtschaft dazu beitragen, die entstehende Finanzierungslücke zu schließen?

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Die gesetzliche Pflegeversicherung ist seit ihrer Einführung im Jahr 1995 als Teilkaskoversicherung konzipiert. Das bedeutet, dass Pflegeleistungen nur bis zu einem gewissen Anteil abgedeckt sind und für den weiteren Teil andere Finanzierungsquellen aufkommen müssen. Laut einer Statistik des PKV-Verbands schwankte dieser Eigenanteil im Juni vergangenen Jahres je nach Bundesland zwischen 1201 Euro im günstigen Sachsen und 2.247 Euro im teuren Saarland. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1831 Euro. Doch bislang nur 2,8 Millionen Deutsche setzen auf eine ergänzende Pflegezusatzversicherung in Form der Krankenversicherung, die im Leistungsfall die Lücke auf verschiedene Weisen schließt. Marktführer ist die DKV mit rund 390.000 Verträgen, dahinter folgen die Allianz mit 340.000 und die Debeka mit 250.000. Hinzukommen einige hunderttausend Verträge in Form der Lebensversicherung.

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