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Sparen fürs Alter bestraft : Verbraucherschützer kritisieren Leitzinssenkung

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank lohnt sich Sparen aus der Sicht der Verbraucher immer weniger. Der Bund der Versicherten kritisiert: Wer fürs Alter Geld zurücklegen will, werde bestraft.

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          Verbraucherschützer haben die Leitzinssenkung auf den historischen Tiefstand von 0,25 Prozent kritisiert. Damit sinke die „Hoffnung auf eine vernünftige Altersvorsorge“, sagte der Vorstand des Bundes der Versicherten, Axel Kleinlein, dem Berliner „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe).

          Auf diese Weise würden diejenigen bestraft, die für das Alter etwas ansparen wollten. Kleinlein befürchtet dem Bericht zufolge, dass mit der Leitzinssenkung weitere Lebensversicherer aus dem aktiven Geschäft aussteigen werden. Das Geschäftsmodell der Branche werde damit „final auf den Prüfstand gestellt“.

          Der EZB-Rat hatte am Donnerstag überraschend den Leitzins für die 17 Staaten der Währungsgemeinschaft auf 0,25 Prozent herabgesetzt. Die Währungshüter begründeten ihre Entscheidung mit der extrem niedrigen Inflation. Die Europäische Zentralbank will mit niedrigen Zinsen der kriselnden Wirtschaft in der Eurozone neuen Schub geben. Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank mit Geld versorgen können, um es etwa in Form von Krediten an Verbraucher und die Wirtschaft weiterzureichen.

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