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Hochzeit kam zu spät : Keine Witwenrente nach jahrelanger Lebensgemeinschaft

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Ein Paar muss mindestens ein Jahr verheiratet sein, um ein Recht auf Witwen- oder Witwerrente zu haben. Bild: dpa

Auch wer jahrelang mit dem Partner zusammen gelebt hat, besitzt nach dessen Tod keinen Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente. Das hat das Hessische Landessozialgericht am Dienstag entschieden.

          Eine jahrelange, eheähnliche Lebensgemeinschaft berechtigt nicht zum Bezug einer Witwen- oder Witwerrente. Eine langjährige Lebensgemeinschaft sei eine bewusste und freie Entscheidung gegen eine Heirat, gab das Hessische Landessozialgericht am Dienstag in Darmstadt bekannt. Gesetzliche Voraussetzung für eine Witwen- oder Witwerrente sei eine mindestens einjährige Ehe. (AZ: L 2 R 140/13)

          In dem Streitfall klagte ein 54-Jähriger, dessen Lebensgefährtin an Krebs gestorben war, auf Witwerrente. Sieben Monate vor ihrem Tod hatte das Paar geheiratet - nach Auffassung der Rentenversicherung war dies nur eine Versorgungsehe.

          Die Richter beider Instanzen gaben der Versicherung recht: Zum Zeitpunkt der Eheschließung habe keine Aussicht auf Heilung der Frau mehr bestanden. Daher könne keine Ausnahme von der Bedingung einer Ehezeit von mindestens einem Jahr für die Witwerrente gemacht werden.

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