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Lebensversicherung : Warum sich der Garantiezins der Nulllinie nähert

Zeitreise: Berlin Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, als der Zins bei 3,5 Prozent lag – bei steigender Inflation. Bild: akg-images

Versicherungen empfehlen Olaf Scholz, den Höchstrechnungszins bei Lebensversicherungen zu senken. Folgt das Finanzministerium dem Rat, hätte das Auswirkungen auf die Garantien in Neuversicherungen.

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          Wer schon eine Lebensversicherung abgeschlossen hat, braucht sich nicht zu sorgen. Die nächste Konsequenz des Niedrigzinses geht an ihm vorbei. Denn wenn die deutschen Versicherungsmathematiker im Spätherbst eine Empfehlung für den Höchstrechnungszins abgeben, bleiben davon bestehende Verträge unberührt. Die Aktuare, die in den Versicherungsunternehmen dafür verantwortlich sind, dass alle Verträge mit ausreichend Kapital unterlegt sind, sprechen dem Bundesfinanzministerium einen Rat aus. Am Dienstag haben sie nach einem Jahr Pause abermals eine Senkung vorgeschlagen.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Wenn sich das Haus von Minister Olaf Scholz (SPD) an diese Empfehlung hält, fällt der Höchstrechnungszins von aktuell 0,9 auf dann nur noch 0,5 Prozent. Formal ist das der Zinssatz, mit dem Lebensversicherer maximal ihre Verpflichtungen gegenüber den Kunden abzinsen dürfen. Je höher der Rechnungszins ist, mit umso weniger Kapital müssen sie ihre Zusagen gegenüber den Verbrauchern unterlegen.

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