https://www.faz.net/-hbv-8zpru

Anlage für das Alter : Deutsche sparen zur Vorsorge

Wer spart, der tut das vor allem fürs Alter. Konsum wird beim Sparen weniger wichtig. Bild: dpa

Geldrücklagen für das Alter haben nach wie vor Priorität. Späterer Konsum fällt als Motiv deutlich zurück.

          1 Min.

          Die Deutschen gehen sehr vorsichtig mit ihren Geldanlagen um. Das wird regelmäßig kritisiert, weil sie so Chancen wie zum Beispiel am Aktienmarkt verpassen. Doch die Sicherheit steht hoch im Kurs, wie eine nun veröffentlichte Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar TNS unter 2000 Bundesbürgern zum Sparverhalten zeigt.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Demnach ist das wichtigste Sparmotiv weiterhin die Altersvorsorge, während der Konsum klar verloren hat. Aus der vom Verband der Privaten Bausparkassen in Auftrag gegebenen Umfrage geht darüber hinaus hervor, wie groß der Vertrauensverlust der Deutschen in die Kapitalanlage ist.

          Diese nennen auch wegen der Niedrigzinsphase nur noch 27 Prozent als wichtigstes Sparmotiv, im Frühjahr waren es noch 29 Prozent. Seit der vor zehn Jahren ausgebrochenen Finanzkrise ist die Anlage deutlich unbeliebter geworden. In den Jahren 2006 und 2007 war sie noch für im Durchschnitt 44 Prozent der wichtigste Anreiz zu sparen.

          Konsum verliert an Relevanz für Sparer

          Gegenüber der Umfrage im Frühjahr blieb die Zustimmung zur Altersvorsorge mit 58 Prozent unverändert. Konsum verlor nicht nur den Spitzenplatz, sondern auch an Beliebtheit. Statt 61 Prozent nannten ihn nur noch 54 Prozent als wichtigstes Sparmotiv. Zulegen konnte das Wohneigentum, für das 46 Prozent der Bundesbürger Geld auf die hohe Kante legen. Das ist eine Verbesserung um 4 Prozentpunkte.

          Das bestärkt den Vorstandsvorsitzenden des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder: „Die jüngsten Debatten um die Zukunft der Rente haben den Wert des mietfreien Wohnens im Alter wieder verstärkt ins Bewusstsein gerückt.“ Nach seinen Worten führt am zweckgerichteten Sparen kein Weg vorbei, um später nicht in eine Schuldenfalle zu geraten. Sicherheit hat also für die Deutschen Vorrang.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Sollen die SPD zu neuen Höhen führen: Norbert Walter-Borjans (links) und Saskia Esken, hier mit der kommissarischen Parteivorsitzenden Malu Dreyer

          Parteitags-Chat : Wie hält’s die SPD mit der Groko?

          Wohin steuern die designierten Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans? +++ Stehen sie zur Koalition mit CDU und CSU? +++ Können sie die Partei versöhnen? +++ Verfolgen Sie die Reden des neuen SPD-Führungsduos im Parteitags-Chat der F.A.Z.
          Historischer Altbau oder doch die Hochhauswohnung? Was sich die Deutschen leisten können, hängt nicht nur von der Region ab, sondern kann auch je nach Stadtviertel stark variieren.

          F.A.Z. exklusiv : So teuer ist Wohnen in Deutschland

          Eine Bude in München oder doch lieber das große Traumhaus in Thüringen? Der F.A.Z. liegen exklusiv Zahlen vor, die belegen, wie groß die Preisunterschiede zwischen Städten, Regionen und sogar Stadtteilen tatsächlich sind.

          Bei Auftritt in Iowa : Joe Biden beschimpft Wähler

          Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa beschimpft Joe Biden einen 83 Jahre alten Mann als Lügner, weil der ihn wegen der Ukraine-Affäre kritisiert: „Ich wusste, dass Sie mich nicht wählen werden, Mann, Sie sind zu alt.“

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.