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Deutsche Babyboomer : Die „verlorene“ Börsengeneration

Beschäftigen sich nur ungern mit Aktien: Die Generation 50plus sowie die Frührentner in Deutschland Bild: obs

Keine Generation misstraut den Anlagen am Kapitalmarkt so stark, wie die angehende Rentnergeneration. Für viele deutsche Babyboomer sind Aktien „unkontrollierbare Risiken“. Doch auch bei ihnen gibt es Unterschiede.

          3 Min.

          Die Deutschen sind vieles, ein Volk von Aktionären sind sie bekanntermaßen nicht. Zwar haben die fortgesetzt mageren Zinsen für manche Anleger die Attraktivität der Dividendenpapiere inzwischen etwas erhöht. Dennoch verbinden die meisten Bundesbürger die Börse fast nur mit Spekulation. Und keine Generation misstraut den Anlagen am Kapitalmarkt so stark wie die angehende Rentnergeneration, die sogenannten Babyboomer. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des französischen Versicherungskonzerns Axa in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Yougov.

          Kerstin Papon
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Und wenn die Deutschen doch Aktien besitzen, dann verhalten sie sich anders, als es der renommierte Börsenguru André Kostolany postuliert hat mit seinem Ratschlag, die Wertpapiere zu kaufen und einfach liegenzulassen. Denn laut der Umfrage geben die Bundesbürger als optimale Dauer für ihre Geldanlagen an der Börse im Durchschnitt lediglich 28 Monate an. Das sei angesichts der häufigen Kursschwankungen viel zu wenig, sagen die Fachleute von Axa. Durchschnittlich nur 12 Prozent der Erwachsenen hält dagegen ein Börsenengagement länger als zehn Jahre für am besten.

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