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Testamente und ihre Folgen : Das Single-Testament stellt besondere Ansprüche

  • -Aktualisiert am

Eine Erbschaft kann auch ihre Tücken haben. Bild: dpa

Immer mehr Menschen bleiben Single. Das entbindet sie nicht davon, ihren Nachlass zu regeln. Und das ist nicht ganz unkompliziert.

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          Immer häufiger gibt es sie: Singles, also Menschen, die nicht verheiratet sind oder in einer Lebensgemeinschaft leben, keine eigenen Kinder haben und auch nicht mehr wie früher auf dem Dorf im Großfamilienverband eingebunden sind. Single sein ist häufiger als früher nicht nur eine vorübergehende Periode, sondern ein bewusst gewählter Dauerzustand. Auch und gerade dieser Personenkreis muss verschiedene Aspekte in seiner Vermögensnachfolge bedenken. Regelt er nichts, gilt die gesetzliche Erbfolge.

          Das bedeutet, dass, wenn man verstirbt, die Eltern erben und, wenn es diese nicht mehr gibt, die weitere Verwandtschaft: Personen, mit denen man unter Umständen bewusst gebrochen hat oder jeden Kontakt meidet. Ist nichts geregelt, ist es manchmal gar nicht so einfach, die weitere Verwandtschaft schnell zu finden. Dann müssen Nachlasspfleger vom Nachlassgericht bestellt und Erbenermittler beauftragt werden. Das löst Kosten aus, die den Nachlass schmälern und zu viel Bürokratie führen. Manchmal kostet es mehrere Jahre Zeit, bis der Nachlass endgültig abgewickelt ist. Weil die weitere Verwandtschaft unbekannt ist, ist manche Single-Bestattung eine sehr einsame und kurze Veranstaltung.

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