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Unternehmen in der Krise : Betriebsrenten wird man nicht so einfach los

Ein Techniker arbeitet an einer geparkten Maschine auf dem Flughafen in München. Bild: AFP

In der Diskussion über die Zukunft der Lufthansa geht es auch darum, wie die Fluggesellschaft Pensionslasten begrenzt.

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          Die Wahrnehmung der derzeitigen Aktivität auf dem Frankfurter Flughafen hängt stark von der Perspektive ab. Für Ausflügler im Stadtwald und die Anwohner im wohlhabenden Sachsenhausen-Süd herrscht erstmals seit Jahren Ruhe. Für Mitarbeiter auf dem Vorfeld, Touristen und Aktionäre der Deutschen Lufthansa hat die Ruhe etwas Bedrohliches. Und nun verbreitet die Führungsspitze der größten deutschen Fluggesellschaft dramatische Szenarien. Sie könne in ein Schutzschirmverfahren eintreten, einer Art Vorstufe zum Insolvenzverfahren, und sich auf diese Weise von Teilen ihrer Schulden und ihrer ungewöhnlich hohen Pensionslasten entledigen. Auch die nun zum zweiten Mal strauchelnde Fluglinie Condor will auf diese Weise Lasten durch Pensionsverpflichtungen loswerden.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Doch ganz so einfach ist das nicht. Denn im Insolvenzfall werden Pensionslasten in Deutschland durch einen Verein übernommen. Diesem Pensionssicherungsverein gehören alle Unternehmen mit entsprechenden Zusagen in den nicht von der Finanzaufsicht Bafin regulierten Formen der betrieblichen Altersversorgung an. Wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig wird, werden aktuelle und ehemalige Mitarbeiter durch ein gut funktionierendes Solidarmodell der deutschen Arbeitgeber aufgefangen. Als Mitglieder vertreten die beitragszahlenden Unternehmen ihre eigenen Interessen. Schon in der Vergangenheit gab es heftige Diskussionen in Mitgliederversammlungen, wenn bestimmte Gruppen den Eindruck hatten, von anderen übervorteilt zu werden. Kaum auszumalen, wie diese Arbeitgeber reagieren würden, wenn sich ein Dax-Unternehmen von der Größe der Deutschen Lufthansa auf ihre Kosten sanieren wollte.

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