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Altersvorsorge : Wer wenig verdient, sorgt wenig vor

Angst vor Altersarmut: Gerade Geringverdiener kennen aber oft ihre tatsächlichen Rentenansprüche nicht. Bild: dpa

Wer im Rentenalter seinen Lebensstandard halten will, sollte dafür auch privat vorsorgen – das verlangen die Reformen seit 2001. Doch wie viel Spielraum zur Eigenverantwortung haben Geringverdiener?

          5 Min.

          Die Sorge vor der sozialen Spaltung in Deutschland ist greifbar. Obwohl die Einkommensunterschiede in den vergangenen Jahren nicht zugenommen haben, wird die Gerechtigkeitsdebatte mit immer neuen Auswertungen von Statistiken genährt. Auch das prägt die politische Willensbildung. Am Sondierungspapier der potentiellen großen Koalition wird im Abschnitt „Soziales, Rente, Gesundheit und Pflege“ deutlich, dass die Verhandlungspartner mit aller Macht verhindern wollen, dass einkommensschwächere Haushalte in Deutschland abrutschen. Das Rentenniveau soll bei 48 Prozent des Durchschnittseinkommens stabilisiert und eine Grundrente für langjährig Beschäftigte eingeführt werden.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Nicht nur an diesen Vereinbarungen ist der politische Wille erkennbar, Geringverdienern einen angemessenen Lebensstandard im Alter zu gewähren. Angesichts hoher Ausgaben für Wohnen, Mobilität und Ausbildung wundern sich viele, ob Geringverdiener überhaupt Eigenverantwortung zeigen können. Deshalb stellt sich die Frage: Wie gut gelingt es Einkommensschwachen, etwas fürs Alter zurückzulegen? Sie ist nicht einfach zu beantworten, weil Daten schwer zu ermitteln sind und nicht zentral gesammelt werden. Zum Teil basieren sie auf Einschätzungen der Haushalte, manchmal sind sie mit Kontobewegungen unterfüttert. Nicht immer ist die Gruppe der Geringverdiener vollständig erfasst.

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