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Testamente und ihre Folgen : Der Nachlass des Unternehmers

  • -Aktualisiert am

Was ein Unternehmer-Testament alles regeln muss (Symbolbild) Bild: dpa

Unternehmer sollten sich über den Verbleib des eigenen Unternehmens nach ihrem Ableben im Klaren sein. Denn ein Testament mit entsprechenden Regelungen kann für Hinterbliebene Streit und Kosten vermeiden.

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          Unternehmer, die ihr Unternehmen vererben, sind entweder zu früh gestorben oder haben zu lange gewartet. Welche der beiden Möglichkeiten im konkreten Fall zutrifft, ist freilich schwer auszumachen und wird von abgebender und nachfolgender Generation auch zuweilen unterschiedlich beurteilt. Dennoch gilt, jedenfalls für den Regelfall, dass Unternehmen besser mit warmer Hand übergeben werden. Denn anders als in Erbfällen kann bei einer Unternehmensnachfolge zu Lebzeiten der Übertragungszeitpunkt frei bestimmt und entsprechend sorgfältig geplant und vorbereitet werden. Auch kann die abgebende Generation dem Unternehmen noch verbunden bleiben, etwa als Minderheitsgesellschafter, Beiratsmitglied oder in beratender Funktion. Das kann gerade bei Unternehmen, die noch wesentlich durch die Persönlichkeit des Unternehmensinhabers geprägt sind, für einen kontinuierlichen und störungsfreien Übergang hilfreich sein.

          Demgegenüber erfolgt eine Unternehmensnachfolge von Todes wegen meist ungeplant. Doch auch das muss nicht heißen, dass man sich darauf nicht vorbereiten kann. Im Gegenteil: Zum Risikomanagement des Unternehmens und der Unternehmerfamilie muss auch die Analyse gehören, was passiert, wenn dem Unternehmensinhaber etwas passiert. Wer bestimmt in diesem Fall die Geschicke des Unternehmens? Welchen Liquiditätsbelastungen – Steuern, Pflichtteilsansprüchen, Zugewinnausgleichsansprüchen, Abfindungen – ist der Unternehmensnachfolger und damit indirekt auch das Unternehmen ausgesetzt?

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