https://www.faz.net/-hbv-9whye

Wegen Negativzinsen : Lebensversicherer schütten deutlich weniger aus

Große Herausforderung für Lebensversicherer: Ihre zugesagten Garantien gegenüber den Kunden auch einlösen zu können. Bild: dpa

Im Vorjahr konnten Lebensversicherer kurz aufatmen. Das war aber offenbar nur eine kurze Pause im Abwärtstrend. Negativzinsen belasten das Geschäft und drücken damit die Ausschüttungen weiter.

          3 Min.

          Das Geschäftsmodell der deutschen Lebensversicherer bleibt hochgradig abhängig von der Zinsentwicklung. Zwar haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren ihr Kapital Schritt für Schritt in andere, zum Teil illiquidere und besser verzinste Anlageformen umgeschichtet. Doch der Zinsverfall im Jahr 2019 hat die Ausschüttungen an ihre Kunden belastet. Das zeigt die jährlich erscheinende „Marktstudie zu Überschussbeteiligungen und Garantien“, welche die Ratingagentur Assekurata am Donnerstag in Köln vorgestellt hat.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Noch im Vorjahr war der jahrelange Rückgang der Ausschüttungen zum Halten gekommen. Nachdem die Umlaufrendite aber im Jahresverlauf 2019 unter die Nulllinie gefallen ist, sank die durchschnittliche laufende Verzinsung eines klassischen privaten Rentenversicherungsvertrags von 2,45 Prozent auf den Sparanteil der Police auf nun nur noch 2,29 Prozent. „2018 war das Zinsumfeld eher freundlich, viele hielten die Deklaration konstant. Das hat sich nun wieder geändert“, sagte Lars Heermann von Assekurata, einer der Studienautoren.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie schlimm kann es werden? : Vorbereitungen auf die Pandemie

          In Italien, Iran und Südkorea schließt sich das Fenster: An der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus zweifelt kaum noch ein Experte. Und doch ist es zu früh, über Millionen Opfer weltweit zu spekulieren.