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Versicherer Generali : Joggen für die geringe Versicherungsprämie

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Die Aufenthaltsqualität in der Bürostadt soll sich verbessern - mit Hilfe von Sportmöglichkeiten. Bild: Picture-Alliance

Wer gesund lebt, muss weniger Beiträge etwa für die Krankenversicherung zahlen - das klingt erst einmal gut und gerecht. Generali will nun im Juli ein solches Angebot in Deutschland starten. Dabei gibt es nicht nur Gewinner.

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          Fitness-Tracker, Herzfrequenzmesser, Gesundheitsapps - sie ermöglichen Versicherern, die Daten ihrer Kunden auszuwerten und sie in die Kalkulation von Versicherungstarifen einzubeziehen. Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, will der italienische Versicherer Generali diese Möglichkeit nun auch in Deutschland nutzen. Ab Juli können die Kunden hierzulande bei dem Versicherungsunternehmen sogenannte Vitality-Tarife kaufen. Denkbar seien solche Angebote laut Generali bei der Krankenversicherungen, aber auch bei der Lebens- und der Berufsunfähigkeitsversicherung.

          Wer durch Besuche im Fitnessstudio, Jogging und den Einkauf von gesunden Lebensmitteln belegen kann, dass er auf einen aktiven Lebensstil achtet, soll dafür im Gegenzug einen günstigeren Versicherungstarif und weitere Prämien und Gutscheine erhalten - etwa einen Kinogutschein oder einen großen Café Latte von Starbucks.

          So können Kunden mit Hilfe eines Schrittzählers Punkte sammeln, für 7000 Schritte am Tag gibt es drei Punkte, neun Punkte braucht man pro Woche für den Caffé Latte. Sammelt man regelmäßig Punkte, erreicht man eine höhere Kategorie und kann vom Bronze- über den Silber- und Gold- bis hin zum Platinkunden aufsteigen. Besonders aktive Versicherte können ihre Prämien so um ein Prozent pro Jahr verringern - allerdings müssen wenig aktive auch zwei Prozent mehr berappen.

          Entwickelt hat die von Generali vertriebenen Vitality-Tarife der südafrikanische Versicherer Discovery. Laut Angaben von Discovery nutzt die Kundschaft das Angebot rege. Seit der Einführung vor mehr als einem Jahr habe sich schon ein Drittel der Kunden dafür entschieden, seine Bewegung erfassen zu lassen. Die Anzahl der Versicherten, die sich für spezielle Bonusprogramme entschieden habe, sei binnen sieben Monaten um das Zweieinhalbfache gestiegen.

          Kritik kommt von Verbraucherschützern und aus der Politik, die hierin einen fahrlässigen Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten sehen. Auch die Diskriminierung chronisch Kranker oder alter Menschen durch eine weitere Verbreitung dieser Praktiken sehen viele als Gefahr von Versicherungstarifen, die auf der freiwilligen Selbstüberwachung ihrer Kunden beruhen.

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