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Reiserücktrittsversicherung : Wer zahlt, wenn der Urlaub flachfällt?

  • -Aktualisiert am

Traumurlaub bei Strand und Sonne: Besser nicht krank werden, ist die Devise. Bild: dpa

Da bucht man Monate im Voraus, freut sich auf den wohlverdienten Urlaub und dann wird doch nichts draus. Versicherungen versprechen, dass sie einspringen, wenn man eine Reise absagen muss. Das klingt besser, als es ist.

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          Es klingt wie eine sehr philosophische Frage: Was kommt im Leben unerwartet? Diese Frage aber sollte sich dringend jeder stellen, der öfter in den Urlaub fährt. Vor allem, wenn er gerne teure Reisen bucht. Selbst dann, wenn er sich bereits durch eine Reiserücktrittskostenversicherung abgesichert glaubt. Denn in der Praxis streiten verhinderte Urlauber und Reiseversicherungen über nichts so häufig wie über die Frage, wann ein Ereignis oder eine Krankheit unerwartet genug war, um einen Urlaub gar nicht erst anzutreten oder abzubrechen.

          Wenn den Kunden nämlich tatsächlich ein Malheur passiert – entweder vor Reisebeginn oder auch während der Ferien –, wenn sie krank werden, sich den Fuß verknacksen oder in der Familie irgendeine Katastrophe passiert, denken viele, mit dem Abschluss einer Rücktrittspolice blieben ihnen hohe Storno- oder Umbuchungskosten erspart. Letztere sind üppig, weil viele Reiseveranstalter zwei Wochen vor Urlaubsbeginn rund 40 bis 50 Prozent Stornokosten verlangen. Eine Woche vorher sind es schon 75 bis 80 Prozent. Genau davor schützt ja die Versicherung, denken Kunden. In Wirklichkeit zahlt sie längst nicht in jedem Fall.

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