https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/frag-den-mohr/sollte-ich-mein-kind-gegen-einen-unfall-versichern-17665942.html

Kolumne: „Frag den Mohr“ : Sollte ich mein Kind gegen die Folgen eines Unfalls versichern?

Größte Gefahr für die Kinder: Autoverkehr Bild: dpa

Schwere Unfälle und Krankheiten bei Kindern sind zum Glück selten. Doch gegen die schlimmen Folgen sind Versicherungen sinnvoll. Ein schneller Rat in zwei Minuten.

          1 Min.

          Für viele Eltern ist die größte Sorge, dass ihren Kindern etwas passieren könnte. Ein schwerer Unfall oder eine schlimme Krankheit zum Beispiel. Schutzlos sind sie in solchen Fällen auch ohne extra Versicherung nicht. Kinder sind über ihre Eltern krankenversichert. Alles medizinisch Notwendige wird von der Krankenkasse bezahlt.

          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zudem gibt es die gesetzlichen Unfallkassen. Über die sind automatisch alle Kinder in der Kita, in der Schule und auf dem Weg dorthin abgesichert. Diese Unfallversicherung soll die Kinder finanziell so stellen, als wäre der Unfall nicht passiert. Wenn durch den Unfall eine Minderung der späteren Erwerbsfähigkeit eintritt, zahlt die Versicherung eine lebenslange Rente oder eine Einmalzahlung. Die Höhe richtet sich nach der Schwere der Beeinträchtigung.

          Für Unfälle, die den Kindern außerhalb von Schule und Kita widerfahren, gilt dieser gesetzliche Schutz nicht. Hierfür können private Kinderunfallversicherungen abgeschlossen werden. Die Beiträge belaufen sich auf nur wenige Euro im Monat, da die Unfälle, die ein Kind dauerhaft beeinträchtigen, zum Glück äußerst selten sind.

          Wer sein Kind umfassender versichern will, kann eine private Kinderinvaliditätsversicherung (KIV) abschließen. Sie zahlt auch, wenn ein Kind durch eine schlimme Krankheit dauerhaft beeinträchtigt wird. Auch hier übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten, aber eben nicht eventuell nötige Umbauten an der Wohnung oder einen Ausgleich für geminderte Erwerbsfähigkeit. Sich für solch seltene, aber gravierende Fälle zu versichern, ist sinnvoll. In der Regel wird ab einer Behinderung von 50 Prozent eine Rente von zum Beispiel 1000 Euro gezahlt.

          Die Versicherung zahlt also nicht in jedem Fall, sondern nur, wenn es gravierende Folgen gibt und die Krankheit bei Versicherungsbeginn nicht bekannt war. Die Versicherung kostet üblicherweise rund 300 Euro im Jahr.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kandidat für den Senat: Herschel Walker

          Stichwahl in Georgia : Bloß nicht über Trump reden

          Vor der Stichwahl um den letzten offenen Senatssitz am Dienstag wollen die Republikaner vor allem eines: sich möglichst wenig mit ihrem früheren Präsidenten auseinandersetzen. Leichter gesagt als getan.
          Was wird aus Twitter?

          Kommunikation im Netz : Schlimmer als Twitter

          Elon Musk könnte seine Plattform ruinieren. Doch auf den möglichen Nachfolger Mastodon hat die Rechtsordnung keine gute Antwort. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.