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Private Krankenversicherungen : Gegen die Preisspirale

Mit Entlastungstarifen können hohe Beiträge im Alter vermieden werden. Bild: Heike Lyding

Private Krankenversicherer bieten ihren Kunden Tarifkomponenten an, um höhere Beiträge im Alter zu vermeiden. Doch Verbraucherschützer raten, selbst zu sparen.

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          Bis zum 30. November dieses Jahres noch können Kunden eines großen deutschen Versicherers einen Zusatztarif abschließen. So suggeriert es eine aktuelle Werbebroschüre der Allianz. Um bis zu 80 Prozent könnten Kunden auf diese Weise ihre Beiträge senken. Doch diesmal ist es eigentlich gar kein Rennen auf einen Termin hin. Beitragsentlastungstarife bietet die Branche – und zwar so gut wie alle Gesellschaften – schon seit gut einem Jahrzehnt an. Was ist von ihnen zu halten?

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Die Grundidee ist einfach: Krankenversicherungen sind so kalkuliert, dass Kunden gleichen Alters sich gegenseitig stützen und dass aus dem Älterwerden an sich keine Preissteigerungen folgen. Was aber nicht in die Tarife einkalkuliert werden kann, ist die medizinische Inflation. Durch bessere Behandlungsmethoden werden Arztbesuche tendenziell über die Jahrzehnte teurer – das dürfen die Versicherer aber nicht einbeziehen. Wenn aber Leistungen dann tatsächlich teurer werden, können sie ab einer Steigerung von 5 Prozent die Beiträge anpassen, ab 10 Prozent müssen sie es.

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