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Krankenversicherung : Lohnt sich der Wechsel in die Private?

Auch die Sonographie hilft, dass die Versicherten gesünder älter werden. Bild: mauritius images

Wer in die private Krankenversicherung wechseln will, sollte sich das gut überlegen. Wichtige Hinweise lassen sich aber mit einfachen Mitteln finden.

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          Der Kelch namens Bürgerversicherung ist an den privaten Krankenversicherern erst einmal vorübergegangen. Aufgescheucht von den Plänen von Teilen der Sozialdemokraten, mobilisierten die Freunde des dualen Krankenversicherungsmarktes in den Unionsparteien so stark, dass der Koalitionsvertrag das bestehende System festschreibt. Dennoch bleibt die Bundesregierung in Gestalt des neuen Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) wachsam. Vor allem die Beitragssteigerungen im Alter hat er im Blick. „Wir wollen ihm anhand von Zahlen zeigen, dass die Probleme längst nicht so schlimm sind wie oft dargestellt“, sagte kürzlich Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender des Marktführers Debeka und Chef des Branchenverbands.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Doch ein wenig Skepsis bleibt immer, wenn der Beamtenversicherer mit seinem riesigen Kollektiv, seinen geringen Abschlussaufwendungen und seiner soliden Anlagepolitik für die Branche insgesamt sprechen will. Deshalb sind neutrale Untersuchungen wie das jährliche Bilanzrating des Branchendienstes Map-Report aussagekräftiger. Zwar stammen auch hier die Zahlen aus den Unternehmen, aber nach zuvor festgelegten Kriterien und in vergleichbarer Form. Er berichte kritisch, befürworte aber die Existenz der Branche, stellt Chefredakteur Reinhard Klages seinem aktuellen Bericht voran. „Wer sich dazu entschließt, vom gesetzlichen ins private System zu wechseln, lässt sich in der Regel auf eine lebenslange Beziehung ein. Da ist es sinnvoll, Details über seinen zukünftigen Gesundheitsmanager zu wissen“, schreibt er.

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