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Verbraucherschützer : Unerbittlich

  • -Aktualisiert am

Blick auf die Dax-Tafel Bild: dpa

Die deutschen Verbraucherschützer sind unerbittlich und nicht immer konsistent in ihrer Kritik. Das bekommt die auch nicht gerade zimperliche deutsche Versicherungswirtschaft häufiger zu spüren.

          Am Beispiel der Indexpolicen, mit denen Versicherer seit etwa einem Jahrzehnt den Spagat zwischen Sicherheit und Rendite hinbekommen wollen, zeigt sich, dass man manches auch relativieren muss. Mit diesen Produkten haben Kunden die Wahl, ob sie ihren Überschuss direkt ausgezahlt bekommen oder in eine Beteiligung an einem Aktienindex investieren. Allerlei Sicherheitsmechanismen verhindern Verluste, dafür geht die Performance auch nicht durch die Decke.

          Die Unternehmen entlastet das ein wenig von ihren Kapitalanforderungen, der Kunde kann ein bisschen mehr fürs Rentenalter sparen, ohne in Sorge sein zu müssen, dass das Vermögen bald aufgezehrt ist. Natürlich ist ein solcher Mechanismus nicht ganz einfach darzustellen und für jeden Kunden leicht kommunizierbar. Dass solche Produkte aber ihre Berechtigung haben, zeigt sich im Jahr 2018, in dem kein Verbraucher damit einen Verlust gemacht hat. Trauen wir den Verbrauchern doch zu, das zu verstehen.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

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