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Altersvorsorge : Immer schwächere Leistungen der Lebensversicherer

Hauptsache versichert? Das war einmal. Die Makler, hier auf der Messe der Versicherungswirtschaft DKM, müssen sich umschauen. Bild: Edgar Schoepal

Magere Zeiten für die Verbraucher. Während Versicherer sichtbar schwächeln, tauchen neue Wettbewerber auf. Gibt es noch Anbieter mit guten Aussichten?

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          Die Lage der deutschen Lebensversicherer ist äußerst schwierig. Für ihre Altkunden müssen sie Milliarden zurückhalten, um ihre Versprechen abzusichern. Neukunden gewinnen sie nur schwer. Und gleichzeitig stehen neue Anbieter in den Startlöchern, um eine kostengünstigere Altersvorsorge zu etablieren. Zudem will die Bundesregierung eine geeignete Alternative suchen – immerhin im Dialog mit der Versicherungsbranche.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Die Zahl 72.889 Euro ist somit symbolisch für diese Lage einer Branche. So viel hätte ein Kunde durchschnittlich ausgezahlt bekommen, wenn er 30 Jahre lang in eine Kapitallebensversicherung 1200 Euro im Jahr (also insgesamt 36.000 Euro) eingezahlt hätte. Was viel klingt und tatsächlich noch einer jährlichen Rendite von 4,23 Prozent entspricht, war mal viel höher. Wessen Police schon im Jahr 2006 auslief, der hat noch eine mehr als 21.000 Euro höhere Ablaufleistung aus der Kapitallebensversicherung erhalten. Diese 94.474 Euro entsprachen einer jährlichen Rendite von 5,66 Prozent. Das geht aus der jüngsten Ausgabe des Branchendienstes Map-Report hervor.

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