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Corona-Krise : Unsicherheiten rund um die Berufsunfähigkeit

Psychische Leiden sind die Hauptursache für Berufsunfähigkeit (Symbolbild). Bild: Picture-Alliance

Auch die deutsche Arbeitswelt hat sich durch die Corona-Pandemie stark gewandelt. Das kann auch Einfluss auf die Absicherung des Einkommens durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben.

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          Einem scheinbaren Konsens widerspricht Philip Wenzel gleich zu Beginn des Gesprächs: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung müsse nicht jeder haben, weil sie vergleichsweise frühzeitig leiste, sei sie eigentlich ein Luxusprodukt. Und dann verteidigt der Versicherungsmakler aus dem oberpfälzischen Kemnath, nahe der tschechischen Grenze, die Absicherung dann doch. Viele Kunden glaubten, sie zahle nicht. „Das stimmt so nicht“, erwidert Wenzel. „Sie zahlt nicht nie. Sie zahlt sogar sehr oft.“

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Doch während der Corona-Pandemie kann es auf Seiten der Verbraucher zu Unsicherheiten kommen. Sowohl Kurzarbeit als auch Homeoffice verändern ihre Berufstätigkeit so fundamental, dass womöglich auch der Leistungsfall anders definiert werden könnte. Wenn etwa ein ärztlicher Gutachter unter normalen Umständen bescheinigen müsse, dass der Versicherte nicht mehr die Hälfte der Arbeitszeit leisten kann – also etwa vier statt acht Stunden am Tag –, sähe das Kalkül bei reduzierter Arbeitszeit womöglich anders aus. „Wenn ich zuletzt in Kurzarbeit gearbeitet habe, dann müsste ja wohl auch diese Arbeitszeit zugrunde gelegt werden“, gibt der Makler zu bedenken.

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