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Versicherungen : Berufsunfähige müssen lange auf ihr Geld warten

Ist schon Geld da? Bild: Picture-Alliance

Wer berufsunfähig wird, den trifft dieses Schicksal durchschnittlich mit 47 Jahren. Bis sie das Geld von der Versicherung kommt, vergeht allerdings einige Zeit.

          Es gibt zwei Versicherungen, die Vermittler und Verbraucherschützer gleichermaßen empfehlen: Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Die letztere ist von Bedeutung, weil es für die Absicherung der Erwerbstätigkeit keinen Ersatz gibt.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dass Kunden Leistungen der Anbieter vergleichen können, ist deshalb Voraussetzung eines funktionierenden Markts. Doch lassen sich die meisten Versicherer ungern in die Karten schauen. Einen Fragebogen mit 111 Fragen der verbraucherorientierten Beratungsgesellschaft Premium Circle haben nur 7 von 61 Versicherer mit einem Gesamtmarktanteil von 13 Prozent detailliert geantwortet. Dennoch sind die Antworten aussagekräftig.

          Im Leistungsfall waren die Kunden durchschnittlich 47,2 Jahre alt. Das entspricht in etwa dem Wert einer Befragung vor zwei Jahren. Zwischen 55,5 und 87,7 Prozent der gemeldeten Fälle wurden von den Versicherern anerkannt. Das war keine Verbesserung gegenüber der letzten Untersuchung. Dagegen hat der Anteil der Klageerhebungen durch die Kunden zugenommen. Im Extremfall waren das 32 Prozent der gemeldeten Fälle, der beste Versicherer lag dagegen nur bei 3 Prozent.

          Die Bearbeitungsdauer hat sich für die Kunden verschlechtert. Durchschnittlich mussten sie 116 Tage warten. Wurden Leistungen befristet anerkannt, fiel die Dauer beim Versicherer mit der niedrigsten Leistung auf vier Jahre, beim Versicherer mit der höchsten Leistung auf 7,8 Jahre. Die Fülle unbestimmter Begriffe und unverbindlicher Formulierungen im Gesetz, in den Musterbedingungen und den Verträgen ermöglichten eklatante Unterschiede, kritisierte Premium Circle.

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