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Bafin prüft Generali-Verkauf : Versicherte dürfen nicht schlechter gestellt werden

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Kein Versicherungsnehmer dürfe durch den Verkauf der Generali Lebensversicherung schlechter gestellt werden, sagt die Bafin. Bild: dpa

Der Versicherungskonzern Generali will sich von vier Millionen Lebensversicherungsverträgen in Deutschland trennen. Die Belange der Versicherten müssen dabei gewahrt bleiben, fordert die Bafin.

          Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin prüft den Verkauf der Generali Lebensversicherung AG an den Abwickler Viridium. An den Verkauf eines Versicherungsunternehmens seien strenge gesetzliche Anforderungen geknüpft, um die Belange der Versicherungsnehmer zu wahren, teilte die Bafin am Donnerstag in Bonn mit. Kein Versicherungsnehmer dürfe durch einen Verkauf schlechter gestellt werden. Sei dies nicht gewährleistet, könne die Bafin den geplanten Kauf untersagen.

          Der italienische Versicherungskonzern Generali gab am Donnerstag bekannt, dass er knapp 90 Prozent an seiner stillgelegten deutschen Tochter, die Generali Leben, an den Abwickler Viridium verkauft. Betroffen sind rund vier Millionen Kunden. Generali erwarte Einnahmen von bis zu 1,9 Milliarden Euro. Mit Viridium sei „das nachhaltige Management der Bestände der Generali Leben vereinbart“.

          Versicherer unterliegen auch nach Verkauf der Bafin-Aufsicht

          Abwicklungsfirmen führen die Versicherungsverträge weiter. Befürchtet wird aber eine Schlechterstellung der Versicherten.

          Die Bafin sagte, auch nach einem Verkauf unterliege das betroffene Versicherungsunternehmen ihrer vollständigen Aufsicht. Vertragliche Garantien blieben unverändert bestehen. Die Bafin habe „umfassende Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung und zur Reaktion auf Missstände“, stellte die Behörde klar.

          Generali in Deutschland ist nach eigenen Angaben der zweitgrößte Erstversicherungskonzern auf dem deutschen Markt. Dazu gehören die Aachen-Münchener, Cosmos-Direkt, Dialog, Central Krankenversicherung, Advocard Rechtsschutzversicherung und Deutsche Bausparkasse Badenia.

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