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Altersvorsorge : Weniger Zinsen für Versicherungskunden

Die DKM in Dortmund ist die Fachmesse für die Versicherungswirtschaft. Bild: Edgar Schoepal

Die negativen Zinsen schlagen durch. Anbieter von Altersvorsorge stellen sich auf dauerhaft schlechte Bedingungen ein.

          3 Min.

          Lebensversicherungskunden müssen sich auf starke Einbußen in ihren Überschussbeteiligungen einstellen. Nach der Alten Leipziger hat auch die Allianz die laufende Verzinsung für das kommende Jahr stark zurückgefahren. Senkte erstere ihre Verzinsung Ende November von 2,5 auf 2,25 Prozent, müssen Allianz-Kunden nun sogar Einbußen um 0,3 Prozentpunkte hinnehmen. Die Begründung ist in beiden Fällen der verschärfte Negativzins in diesem Jahr. Zwar hat die Bundesregierung die Lebensversicherer im vergangenen Jahr entlastet, indem sie die Methode änderte, mit der diese ihre Reserven errechnen, um Altverträge zu schützen. Doch die Branche geht von einem dauerhaft schlechten Zinsumfeld aus.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Die laufende Verzinsung der Allianz-Verträge liegt nun bei 2,5 Prozent. Sie wird auf den Teil der Beiträge angerechnet, der in die Altersvorsorge fließt. Da andere Teile für Kosten und für die Absicherung biometrischer Risiken (Tod, Berufsunfähigkeit) verwendet werden, liegt die Beitragsrendite noch unter diesem Wert. Dagegen kommen eine anteilsmäßige Beteiligung an den Bewertungsreserven und ein Schlussüberschussanteil hinzu. In der Gesamtverzinsung erreicht die Allianz somit 3 Prozent. Mit dem Produkt „Perspektive“, das die Grundlagen der Verzinsung nur bis zum Beginn der Rentenphase garantiert und für das dadurch etwas flexibler Geld angelegt werden kann, erreichen Verbraucher eine Gesamtverzinsung von 3,1 Prozent.

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