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Deutschland-Rente : Altersvorsorge soll einfacher werden

Der Renteneintritt Hunderttausender Baby Boomer stellt die gesetzliche Rentenversicherung vor Herausforderungen. Bild: dpa

Die Altersvorsorge soll einfacher werden. Das zwingt die Branche zum schnellen Handeln. Denn liefert sie nicht, steht ein Modell bereit, das Politiker mögen.

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          In der vergangenen Wahlperiode sah es schon fast so aus, als hätte die Politik die Lust an der Riester-Rente verloren. CSU-Chef Horst Seehofer erklärte sie für gescheitert, aus der SPD – die sie einst erfunden hatte – kam kein Widerspruch. Die Vorwürfe wiegen schwer: Nur knapp jeder zweite Anspruchsberechtigte hat einen Vertrag, von denen wird nur jeder fünfte aktiv bespart, durch niedrige Zinsen, hohe Verwaltungs- und Abschlusskosten schmelzen die Renditen dahin. Und nicht zu vergessen: Durch den Aufschwung und den erst in einigen Jahren zu erwartenden Renteneintritt Hunderttausender Baby Boomer steht die gesetzliche Rentenversicherung derzeit glänzend da.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Nach der Bundestagswahl kehrte aber wieder Nüchternheit ein. Die kapitalgedeckte Altersvorsorge soll weiterentwickelt werden. „Es ist ein Dialogprozess mit der Versicherungswirtschaft anzustoßen mit dem Ziel einer zügigen Entwicklung eines attraktiven standardisierten Riester-Produkts“, steht im Renten-Kapitel des Koalitionsvertrags. Die Formulierungen sind vage gehalten, was Interpretationsspielraum lässt. Sie haben einen Wettlauf der Ideen angestoßen.

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