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Medienbericht : 34 Lebensversicherungen drohen angeblich Finanzprobleme

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Vielen deutschen Lebensversicherern drohen angeblich finanzielle Probleme. Niedrigzinsen und hohe Kosten belasten.

          34 von 87 deutschen Lebensversicherern drohen laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung angeblich mittel- bis langfristig finanzielle Schwierigkeiten. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen Evaluierungsbericht des Bundesfinanzministeriums.

          Daher stehe mehr als ein Drittel der Versicherer unter „intensivierter Beobachtung des Finanzaufsicht Bafin. Die Namen der betroffenen Konzerne wolle die Bundesregierung aber geheim halten, so die „Bild“-Zeitung.

          Unklar bleiben Art und Ausmaß der finanziellen Schwierigkeiten. Auch was „mittel- bis langfristig“ konkret bedeutet, ist dem Bericht nicht zu entnehmen.

          Als Problem genannt werden indes hohe Verwaltungskosten: 2017 hätten die Versicherer 4,7 Milliarden Euro an Vermittler gezahlt. Das entspricht etwas mehr als 5 Prozent der Beitragseinnahmen.

          Als Ursache werden zudem die niedrigen Zinsen genannt. Der Niedrigzins drückt die Erträge der Kapitalanlage, die großteils in Anleihen erfolgt. Durchschnittlich müssen sie für ihre Kunden ein Zinsversprechen von rund 3 Prozent einhalten, für Neuanlagen in recht sichere Wertpapiere bekommen sie deutlich weniger. Zudem zwingt sie das jüngst reformierte Aufsichtsrecht Solvency II dazu, teure Eigenmittel bereitzustellen, um die Garantien aus den Verträgen aufrechtzuerhalten.

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