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Rettungspaket für Versicherungen : Wer rettet Versicherte?

  • -Aktualisiert am

Ein Rettungspaket für Lebensversicherer, finanziert von Kunden und Eigentümern. Dabei sind diese wohl kaum in der Verantwortung. Immerhin ist nicht der Steuerzahler dran.

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          Jetzt müssen die Lebensversicherer gerettet werden. Ein Fortschritt ist, dass diesmal nicht, wie bei den Banken, der Steuerzahler die Rechnung übernehmen soll, sondern Kunden und Eigentümer zur Kasse gebeten werden sollen. Die sollten sich jedoch von Politikern nicht einlullen lassen, die vorgeben, den Versicherten vor den Folgen der Niedrigzinsphase zu schützen.

          Niemand zwang die Versicherungen, mit hohen Zinsgarantien auf Kundenfang zu gehen. Auch für das überdimensionierte Vertriebsnetz hat die Branche selbst gesorgt. Angesichts der überteuerten Provisionen klingt es in den Ohren der Kunden wie Hohn, wenn die Versicherer nun so tun, als ob sie im Dienste des Allgemeinwohls handelten, wenn sie Bewertungsgewinne aus Altverträgen zugunsten des Neugeschäfts umbuchen.

          Seit wann gibt es in der privaten Versicherungswirtschaft so etwas wie ein Umlageverfahren oder einen Generationenvertrag? Auch der Zins von null fiel nicht vom Himmel. Dafür haben Fiskal- und Geldpolitiker mit Fleiß gesorgt. Übrigens auch dafür, dass das meiste Geld in Staatsanleihen mit Magerzinsen investiert werden musste und muss. Auf Heuchelei kann der Versicherte da gut verzichten.

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