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Anlegen nach der Karriere : Die teuren Fehler der „Jungrentner“

Wie attraktiv ist die Anlage in ein Mehrfamilienhaus – wie diese Neubauten im Frankfurter Europaviertel – für einen ehemaligen Unternehmer? Bild: dpa

Nach dem Verkauf der eigenen Firma machen viele ehemalige Unternehmer schwere Fehler in der Vermögensverwaltung. Dabei sind diese vermeidbar.

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          Der Verkauf des Betriebes stellt Unternehmer vor große Herausforderungen. Jahrelang war das Privatvermögen das fünfte Rad am Wagen, weil Beruf und Familie vorgingen. Nun rücken Anleihen, Immobilien und Aktien in den Mittelpunkt, um den Verkaufserlös rentabel und sicher anzulegen. Die Überlegungen mögen ein Luxusproblem sein, doch wer vor der konkreten Frage steht, wie wenige Millionen anzulegen sind, steht genauso „hilflos“ da wie der Erbe oder Lottogewinner, der über Nacht zu Geld gekommen ist.

          Volker Looman
          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Besonders schwierig ist die Situation für Unternehmer außer Diensten, die zwischen 50 und 60 Jahre alt sind. Sie sind umtriebig und misstrauen Banken. Daher probieren die „Jungrentner“ ihr Glück zunächst selbst. Die Bereitschaft, sich helfen zu lassen, kommt frühestens nach dem ersten Herzinfarkt oder nach dem Verlust einiger „Einheiten“, wie Unternehmer ihre Millionen liebevoll umschreiben. Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass manche Unternehmer gar nicht zur Ruhe kommen, sondern eigentlich nur den Beruf wechseln.

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