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Finanzielle Autonomie : Wie unverheiratete Paare ihr Eigenheim finanzieren sollten

  • -Aktualisiert am

Wer gemeinsam ein Haus baut oder kauft, sollte das Finanzielle regeln, wie es Fremde tun. Bild: Picture-Alliance

Vermögen ist der Nährboden für Machtkämpfe aller Art. Deshalb ist es sinnvoll bei Investitionen, etwa in Versicherung und Immobilien, das Finanzielle von Privatem zu trennen. Ein Beispiel.

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          Erinnern Sie sich noch an meine Kolumne vom 10. September 2019? Damals habe ich Sie gefragt, wie die „richtige“ Finanzierung des Eigenheims in Familien aussieht, die aus einem „Vollzeitmann“ und einer „Teilzeitfrau“ und zwei Kindern bestehen. In der Hoffnung, dass Sie die Stilblüten wohlwollend überlesen haben, will ich Ihnen die Frage heute noch einmal stellen – allerdings mit anderen Vorzeichen. Es geht um eine Ärztin und einen Musiker, die jeweils 40 Jahre alt sind, in wilder Ehe leben und zwei Kinder haben, die vier und zwei Jahre jung sind. Die beiden Akademiker stammen aus soliden Elternhäusern, doch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind bunt und divers, wenn ich das so ausdrücken darf.

          Die „gelbe“ Frau besitzt ein Depot mit Papieren im Wert von 500.000 Euro. Sie verdient 10.000 Euro im Monat und hat nicht vor, ihren Job an den Nagel zu hängen. Der „grüne“ Mann besitzt einen Bausparvertrag und zwei Sparbücher im Gesamtwert von 200.000 Euro, die aus zwei Erbschaften stammen. Er bekleidet im Orchester eine halbe Stelle mit einem Salär von 2500 Euro pro Monat und will an diesen Verhältnissen nichts ändern, weil ihm die Erziehung der Kinder und die Rettung der Welt wichtiger sind. Das sind schwierige Verhältnisse, nicht wahr? Und was werden Sie erst sagen, wenn ich Ihnen berichte, dass das Paar ein Eigenheim kaufen möchte, das eine Million Euro kostet? Bitte verdrehen Sie jetzt nicht die Augen, sondern helfen Sie lieber bei der Klärung der Frage, wer das bezahlen soll.

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