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Die Vermögensfrage : Papas neue Frau muss raus aus dem Haus!

So heil ist die Welt nicht: In Trennungs-Familien kann Streit um das Erbe besonders kompliziert werden. Bild: imageBROKER/Wolfgang Weinhäupl

Zwischen den Kindern aus erster Ehe und dem neuen Ehepartner ist Streit um das Erbe programmiert. Inwiefern kann ein gut durchdachtes Testament vorbeugen?

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          Als Papa, nennen wir ihn Kurt, eine neue Freundin kennen lernte, freuten sich seine Töchter für ihn. Schließlich hatte ihn die Trennung und später die Scheidung von ihrer Mutter schwer getroffen. Auf sich allein gestellt fand Kurt nur mühsam Tritt. In dieser Zeit mussten sich die Töchter viel um Kurt kümmern. Insofern war es auch für sie eine Erleichterung, als Ursula in sein Leben trat. Doch spätestens seit Kurt und Ursula geheiratet haben, stellen sich neue Fragen. Wer wird eines Tages einmal erben, fragen sich die Töchter. Sie versuchen zwar, jede in ihnen aufkommende Form von Neid und Missgunst zu unterdrücken. Doch um das Problem an der Wurzel zu packen, müssen sich Kurt und Ursula Gedanken machen und sollten dann mit ihren Kindern offen über ihre testamentarische Planung reden. Sonst ist Streit und Wut wie in vielen „Patchwork-Familien“ programmiert.

          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Als grobe Konfliktlinie zieht Barbara Brauck-Hunger, Rechtsanwältin für Erbrecht und Vermögensnachfolge in Geisenheim, die Frage: „Soll der neue Partner abgesichert werden oder sollen die Kinder aus erster Ehe den Nachlass erhalten?“ Beide Ziele stehen miteinander im Widerspruch. Wie lässt sich der Konflikt lösen? Um dafür Ideen zu skizzieren, treffen wir im folgenden ein paar Annahmen für unseren Kurt-Ursula-Fall und machen vorweg ein paar grundsätzliche Ausführungen zum Erben in Patchwork-Familien.

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