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Die Vermögensfrage : Wer auszieht, ist oft nicht mehr über die Eltern versichert

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Nicht nur Party: Im Studium sollten sich junge Leute auch um ihre Finanzen kümmern. Bild: Henning Bode

Kranken-, Haftpflicht-, Hausratversicherung: Wenn der Nachwuchs zum Studium oder in die Ausbildung aufbricht, sollten viele Verträge überprüft werden – genau wie der Anspruch auf Kindergeld.

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          Das neue Jahr ist jung. Ebenso die Vorsätze, was in diesem Jahr alles anders werden soll. Weniger rauchen, an Hüfte und Bauch abspecken und der Familie mehr Zeit widmen. In den kommenden Wochen werden die Illustrierten mit zahlreichen Tipps aufwarten, wie Kekse, Schokolade und Bonbons auch über die erste Januarwoche hinweg im Schrank bleiben und mehrmals in der Woche die Sportschuhe geschnürt werden. Doch warum es nicht mal mit einem überschaubaren Vorsatz versuchen, der tatsächlich eingehalten werden kann? Beispielsweise Ordnung in Verträge und Finanzangelegenheiten bringen.

          Zum Jahresbeginn bietet es sich an, einen Blick in die Versicherungsunterlagen zu werfen. Gibt es Möglichkeiten, die Verträge zu verbessern? Oder auch: Sind die Kinder noch mitversichert? Wenn der Nachwuchs flügge wird, muss er sich nicht nur um eine Wohnung, sondern mitunter auch um eigene Versicherungen kümmern. Denn bei einigen Gesellschaften erlischt die Absicherung über die Eltern, sobald der Sohn oder die Tochter das Kinderzimmer im Haus der Eltern räumt und einen eigenen Hausstand gründet. Spätestens dann müssen sie sich um eigene Policen kümmern.

          Die eigenen vier Wände und Versicherungen sind das eine, ein anderer wichtiger Punkt bei erwachsenen Kindern ist der Anspruch auf Kindergeld und die damit verbundenen Vergünstigungen. Arbeiteten Sohn oder Tochter neben ihrem Master-Studium zu viel, erlosch bisher der Anspruch auf Kindergeld. Doch zu diesem Sachverhalt haben die Richter des Bundesfinanzhofs ein für Eltern erfreuliches Urteil gefällt (Az. VI R 9/15). Dazu später mehr.

          Die Policen für den Sprössling sind schnell überprüft. Auch die Studierenden und Azubis müssen gar nicht allzu tief in die Versicherungswelt eintauchen. Denn in der Regel reicht in jungen Jahren eine Handvoll Versicherungen. „Eine Haftpflicht-, eine Kranken- und Pflegeversicherung sowie eine Auslandsreisekranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung sollten junge Leute haben“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Dazu kommen noch optionale Versicherungen wie beispielsweise eine Hausratversicherung.

          „Private Haftpflicht elementar“

          In der Regel sind Kinder, die eine Ausbildung machen oder zum Studium gehen, bis zum Ende der ersten Ausbildung - maximal jedoch bis zum 25. Lebensjahr - über die Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert. Das gilt auch für den Nachwuchs, der nach der Schule erst einmal einen Bundesfreiwilligendienst absolviert (siehe Grafik).

          „Die Absicherung über eine private Haftpflicht ist elementar“, sagt Christoph Herrmann, Versicherungsexperte bei „Finanztest“. Sie springt ein, wenn jemand einem Dritten versehentlich einen Schaden zufügt, deckt also Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab. Etwa, wenn die wertvolle Ming-Vase der Nachbarn versehentlich umgestoßen wird und in tausend Scherben zerspringt, der Virus auf dem USB-Stick das Firmennetzwerk lahmlegt oder wenn man beim Fahrradfahren einen Fußgänger so unglücklich verletzt, dass dieser ein Pflegefall wird.

          In all diesen Fällen springen neuere Haftpflichtversicherungen ein. Sie schützen den Versicherten dann mitunter vor dem finanziellen Ruin. Denn jeder haftet für Schäden, die er verursacht, mit seinem Vermögen und seinem Einkommen bis zur Höhe der Pfändungsgrenze.

          Gute Policen schon ab 48 Euro

          Sobald Sohn oder Tochter heiraten, ist Schluss mit der Mitversicherung über die Haftpflicht der Eltern. Und weil die Versicherungsbedingungen einzelner Gesellschaften sehr unterschiedlich sind, sollten Eltern spätestens beim Auszug von Sohn oder Tochter beim eigenen Versicherer nachfragen, wie lange der Versicherungsschutz für den Nachwuchs noch greift. „Es gibt einige Anbieter, bei denen der Schutz erlischt, sobald Sohn oder Tochter aus dem Elternhaus ausziehen“, sagt Boss.

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