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Kündigung der Hypothek : Erstaunliche Summen

  • -Aktualisiert am

Ein wenig Rechnen lohnt sich besonders bei Hypothekendarlehen. Bild: plainpicture/Spitta + Hellwig

Zehn Jahre nach seiner Auszahlung kann jedes Hypothekendarlehen gekündigt werden, ohne dass die Bank eine Entschädigung verlangen darf. Das lohnt sich.

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          Man nehme: ein Blatt Papier, den Ordner mit der Hypothek für das Haus und eine Briefmarke. Und wenn die Hypothek inzwischen zehn Jahre alt ist und eigentlich noch ein bisschen laufen soll, werden mit dem Blatt Papier und der Briefmarke im Handumdrehen durchaus mal 30.000 Euro gespart. Oder sogar mehr. Vorausgesetzt natürlich, das Blatt Papier wird noch mit einem kleinen Kündigungstext und der Unterschrift versehen.

          Ein Blick in das Bürgerliche Gesetzbuch erklärt den Hintergrund dieser überaus wirksamen Sparmaßnahme: Da nämlich regelt Paragraph 489 das „Ordentliche Kündigungsrecht“ eines Darlehensnehmers. Und genau da wird im zweiten Teil des Absatzes 1 bestimmt, dass jedes Darlehen mit einem Festzins, der Gesetzgeber spricht von einem „gebundenen Sollzinssatz“, nach zehn Jahren gekündigt werden kann. Völlig unabhängig davon, welche Laufzeit einmal vereinbart worden war. 15 Jahre, 20 Jahre, 25 Jahre – egal was als Laufzeit im Vertrag steht, das Darlehen kann gekündigt werden, ohne dass die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen kann. Bis auf ein paar übersichtliche Gebühren für die mögliche Umschuldung ist die ordentliche Kündigung außerordentlich preiswert.

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