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Die Vermögensfrage : Warum Rohstoffe nicht als Kapitalanlage taugen

Passen besser in den Tresor als Schweinebäuche: Goldbarren. Bild: VISUM

Wer mit Gold im Tresor besser schlafen kann, sollte das Edelmetall kaufen. Aber grundsätzlich sind Rohstoffe eine Anlageklasse, auf die man gut verzichten kann.

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          Die niedrigen Zinsen und die Scheu vieler Anleger vor Aktien befördern die Suche nach Alternativen. Der jüngste Anstieg des Goldpreises rückt ebenso wie kräftige Preisausschläge von Rohöl Kapitalanlagen in Rohstoffen wieder stärker in den Blickpunkt, nachdem Rohstoffe in den vergangenen Jahren wenig Interesse gefunden hatten. Auch unter Fachleuten gehen die Ansichten weit auseinander, ob sich Rohstoffe als Kapitalanlage eignen. Gegner verweisen häufig auf ein altes Bonmot, nach dem Anlagen in Rohstoffen eine Wette gegen den technischen Fortschritt seien, denn der technische Fortschritt geht in vielen Bereichen mit einer sinkenden Nachfrage nach Rohstoffen einher. Befürworter sehen Rohstoffe als eine Absicherung in erster Linie gegen Inflationsrisiken.

          Unbestritten ist: Anleger, die sich für Rohstoffe interessieren, sollten ein paar Grundregeln akzeptieren. Die erste Regel besagt, dass Anleger die sehr unterschiedlichen Eigenschaften von Rohstoffen berücksichtigen sollten. Grundsätzlich werden vier Kategorien unterschieden: Energie, Industrierohstoffe, Agrarrohstoffe (bei denen oft noch einmal zwischen Landwirtschaft und Lebendvieh unterschieden wird) und Edelmetalle. Zwar betrachten manche traditionell denkende Anhänger von Gold das Edelmetall nicht als Rohstoff, sondern als Währung, aber Gold dient in der Praxis schon lange nicht mehr als Währung, und es wird, ebenso wie andere Edelmetalle, auch industriell genutzt. Daher wollen wir die Edelmetalle als eine Kategorie von Rohstoffen betrachten.

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