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Die Vermögensfrage : Die Fondspolice hat Steuervorteile – und hohe Kosten

  • -Aktualisiert am

Entspannen am Bodensee: Wer an seine Nachkommen denkt, für den kann eine Fondspolice interessant sein. Bild: Agentur Bilderberg

Fondsgebundene Lebensversicherung oder Fondssparplan? Diesmal geben wir in unserer Rubrik „Die Vermögensfrage“ Antwort auf eben diese Frage.

          Neben der Vielzahl von Anlageprodukten, vom Sparbuch bis zum Hedgefonds, spielt die Anlage in Kapital- und Rentenversicherungen beim Kapitalanleger in Deutschland noch eine bedeutende Rolle. Im Jahr 2015 sammelte die Versicherungswirtschaft 92,7 Milliarden Euro an Lebensversicherungsbeiträgen ein, mit leicht sinkender Tendenz zum Vorjahr. Ende 2015 lag bei den Lebensversicherungen ein Kapitalbestand in Höhe von 851 Milliarden Euro. Nachdem der Garantiezins (Höchstrechnungszins) aktuell von 1,25 Prozent zum 1. Januar 2017 auf 0,9 Prozent gesenkt wird, stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser Anlageform, selbst für die Versicherungswirtschaft, der es immer schwerer fällt die Garantien zu erwirtschaften.

          Deshalb verabschieden sich inzwischen einzelne Versicherer von der klassischen Kapitallebensversicherung und veräußern ihre Bestände an Wettbewerber. Die Lösung für die Versicherungen ist die Umstellung auf die fondsgebundene Lebensversicherung, also weg von der garantierten Verzinsung und die Verlagerung des Anlagerisikos auf den Versicherungsnehmer, sprich Kapitalanleger. So ist das Beitragsaufkommen der Fondspolicen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, insbesondere der Anteil der fondsgebundenen Rentenversicherungen. Hier ist das Risiko für die Versicherer wegen der steigenden Lebenserwartung am höchsten.

          Bei der Anlage von Kapital, sei es als Sparplan oder als Einmalzahlung, handelt es sich um Investitionen in Investmentfonds, nur das bei der Fondspolice das Investmentdepot noch in einen „Versicherungsmantel“ gepackt wird. Will man beide Anlagevehikel vergleichen, dann sind zwei wesentliche Komponenten ausschlaggebend: zum einen die unterschiedliche steuerliche Behandlung und zum anderen unterschiedliche Kostenstrukturen. Bei den Kosten steht außer Frage, dass die Lebensversicherung, insbesondere bei einer zwanzig- bis dreißigjährigen Ansparphase, eine weit höhere Kostenbelastung mit sich bringt. Hier können die Beiträge ohne weiteres mit 10 Prozent Kosten im Jahr belastet sein und die Abschlusskosten kommen noch hinzu. Der Sparplan hat allein die Fondskosten zu tragen, die je nach Produktanbieter bei Aktienfonds meist bis zu 2 Prozent jährlich betragen. Hinzu kommt gegebenenfalls noch das Agio bis zu 5 Prozent des Anlagebetrages. Viele Finanzdienstleister verzichten aber ganz oder teilweise auf den Ausgabeaufschlag. Das spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn man bei den langen Laufzeiten davon ausgeht, dass Umschichtungen im Fondsdepot vorgenommen werden (müssen). Wenn diese jeweils mit einem Agio von 5 Prozent belastet wären, könnte das zu ähnlichen Kosten wie bei der Lebensversicherung führen. Diese sogenannten Switchkosten sind in den Verwaltungskosten der Versicherung beinhaltet.

          Bei der steuerlichen Betrachtung kann die Lebensversicherung punkten:

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