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Die Vermögensfrage : Das vergiftete Erbe des Opa P.

Von außen sieht man nie, was drin steckt: Immobilien können ungeahnte Risiken beinhalten. Bild: Picture-Alliance

Grundschulden auch noch nach Tilgung der Darlehen im Grundbuch stehen zu lassen, ist riskant. Erben und Beschenkte können dann Unangenehmes erleben.

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          Jahrelang hatte sie ihren Schwiegervater gepflegt. Als Opa P. schließlich verstarb und sie sein Haus erbte, wollte die Schwiegertochter – inzwischen selbst Rentnerin und knapp bei Kasse – die Immobilie verkaufen und sich dafür eine andere kleinere kaufen. Recht zügig fand sie auch einen Käufer für das alte Haus und für sich ein neues. Doch dann staunte sie nicht schlecht. Auf das Geld aus dem Hausverkauf musste sie gefährlich lange warten. Denn es fehlten wichtige Dokumente.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Eigentlich soll man ja über Tote nichts Schlechtes sagen. Aber es stimmt schon: Opa P. war dafür bekannt, dass er sich zeitlebens nicht um seinen Nachlass kümmerte. Und dass er ziemlich geizig war. Nach seinem Tod musste seine Erbin – da sein Sohn schon verstorben war, die Schwiegertochter, die inzwischen selbst Oma ist – unter dieser Schlamperei leiden. Die Geschichte ist schnell erzählt: Das geerbte Haus war groß, aber in hohem Maße renovierungsbedürftig. Schnell stellte sich ein Rohrbruch ein, für dessen Schäden die Schwiegertochter 10.000 Euro locker machen musste. Daraufhin dämmerte ihr, dass es sich bei dem geerbten Haus um eine „tickende Zeitbombe“ handeln könnte. Bloß schnell verkaufen und mit dem Geld anderswo ein kleines, aber solides Eigenheim finanzieren, dachte sie.

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