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Vermögensfrage : Es lohnt sich, Vergleichsportale zu vergleichen

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Bund der Versicherten ist kostenfrei

Die NAFI GmbH in Höxter sieht sich zwar nicht als Verbraucherportal, sondern als Dienstleister für Vermittler und Versicherer, arbeitet aber als Art „Beleg unserer Arbeit“, so NAFI-Geschäftsführerin Ivana Höltring, unter www.nafiauto.de kostenfrei auch unmittelbar für die Autofahrer. Die Auskunft beim Bund der Versicherten ist ebenfalls kostenfrei. Die Stiftung Warentest verlangt dagegen 7,50 Euro für dieselbe Suche, was mit ihrem Vertrag mit NAFI und zusätzlichen Eigenschaften des Portals zu tun hat: So berücksichtigt der NAFI-Rechner in einem Vergleich für die Stiftung mehr Versicherer als in seinem eigenen Portal für Verbraucher. Der Hintergrund: Einige Gesellschaften haben ihre Tarife wohl für die Stiftung Warentest, nicht aber für nafiauto.de freigegeben.

Die Portale sind in den vergangenen Jahren immer wieder vergleichend durchleuchtet worden. Nicht alle Studien erfassten dabei auch die provisionsfreien Portale. Einige der umfassenderen Studien erfolgten für das Goslar-Institut, eine Initiative der HUK-Coburg. Die Autoren dieser Studien waren Versicherungswissenschaftler und Berater der Gen Re, eines großen Rückversicherers. Die Ergebnisse dieser Gutachter gingen alle in dieselbe Richtung. „Nicht jeder Nutzer weiß, dass sich viele Portale über Provisionen finanzieren.“ Die meisten Portale deckten keineswegs den ganzen Markt ab, sondern meist nur einen mehr oder minder großen Teil. „Es lohnt sich, Versicherungen im Internet zu vergleichen.“ Ein Vergleich der Portale lohne aber auch.

Portale decken nur Teil des Markts ab

In den ausschließlich auf die Provisionsportale ausgerichteten Vergleichen einer Arbeitsgruppe der Universität Koblenz Landau siegte in den vergangenen Jahren Check24. Geld.de belegte zuletzt zwei Mal den letzten Platz. Das Portal fiel bei Datenschutz und Datensicherheit mit der Note 5,3 durch. Ende Juni ergab sich im Vergleich der wichtigsten Portale das in untenstehender Tabelle gezeigte Bild.

Nicht alle Vergleichsportale in der Autoversicherung haben den gesamten Markt im Blick. Tatsächlich decken Provisionsportale wie Check24, Geld.de oder Verivox nur einen Teil des Marktes ab. Bei den provisionsfreien Portalen der Verbraucherschützer und von NAFI werden dagegen alle relevanten Anbieter verglichen. Geld.de und Preisvergleich.de wollten sich nicht verglichen sehen. Ihre Angaben wurden von Marktbeobachtern erhoben.

Mit der Auswahl des richtigen Versicherers ist das Sparpotential in der Autoversicherung aber noch nicht erschöpft. Auf die Häkchen im Antrag kommt es an: Nicht alle Zusatzleistungen, die die Gesellschaften um die Kfz-Haftpflichtversicherung ranken, sind immer nur sinnvoll.

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