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Die Vermögensfrage : Weitaus mehr als nur ein kleiner Unterschied

Frauen haben zu geringe Finanzkenntnisse – die könnten sie jedoch gut brauchen. Bild: Getty

Kinder, Küche, Kirche: Das Rollenverständnis der Frauen geht schon lange darüber hinaus. Doch bei den Finanzen gibt es jede Menge Nachholbedarf. Das muss sich jetzt ändern.

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          Samstag Abend in einer lockeren Runde beim Aperitif auf einer Dinnerparty: Während die Männer – ganz dem Klischee entsprechend – über den Verlauf des Bundesligaspieltages fachsimpeln, kommt in der Frauenrunde beim Aperol das Thema auf die Finanzen. „Ich habe“, sagt eine der Damen, „jetzt endlich mal ein Konto bei einer Direktbank eröffnet. Das schiebe ich jetzt schon seit Jahren vor mir her.“ Aktien seien bei der privaten Vorsorge ja offensichtlich ein Muss. „Das kann ja wohl nicht so schwer sein.“ „So weit bin ich noch gar nicht“, sagt eine andere Mitvierzigerin. „Für so etwas habe ich gar keine Zeit. Die Finanzen regelt bei uns ohnehin mein Mann, der hat von so was Ahnung.“

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          So oder ähnlich dürfte so manche Unterhaltung verlaufen, wenn es um das Thema Frauen und Finanzen geht. Auch das ein Klischee? Mitnichten. Zweifellos gibt es eine ganze Menge Frauen, die sich der Vorsorgenöte absolut bewusst sind und diese Themen auch mit Überzeugung und vielleicht sogar gegen manchen Widerstand vorantreiben. Doch während Männer sehr oft über Immobilienkäufe und Aktientipps untereinander schwadronieren, scheinen Finanzthemen unter Frauen oft tabu. Vielleicht auch aus Sorge, die eigene Wissenslücke preiszugeben.

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