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Reichtum ist relativ : Warum mehr Geld nicht mehr Glück bedeutet

  • -Aktualisiert am

Ab 50.000 Euro pro Jahr spielt Geld nur noch eine untergeordnete Rolle. Bild: Getty

Wer unglücklich ist, will glücklicher werden. Dabei sollten Geld und Glück nicht in eine Waagschale geworfen werden. Warum Sie sich finanziell dennoch an anderen orientieren und das nicht gut sein kann.

          5 Min.

          Sie wissen ja, wer ich bin und was ich mache. Ich bin Finanzanalytiker von Beruf, rede mit Leuten über Geld und schreibe seit fast 20 Jahren diese Kolumne. Was Sie nicht wissen, ist die Tatsache, dass ich auch Gespräche führe, in denen es nicht um Geld, sondern um Lebenshilfe geht. So war es auch vor Wochen, als mich ein „mittelalterlicher“ Mann besucht hat. Ich bitte Sie um Nachsicht, keine Einzelheiten zu nennen, sondern drei Zahlen auf den Tisch zu legen: Der Mann ist 45 Jahre alt, verdient 80.000 Euro im Jahr und besitzt ein Vermögen von 300.000 Euro. Das ist doch nicht übel – oder wie beurteilen Sie diese Zahlen?

          Der Mittvierziger wollte von mir wissen, wie er das Vermögen „besser“ anlegen könne. Mir war aber nach wenigen Minuten klar, dass dieser Wunsch gar nicht das „brennende Problem“ des Besuchers war. Der Mann lebt in einer unglücklichen Beziehung. Er ist von Kollegen umgeben, die einen Hauch mehr verdienen, wohnt in einer Großstadt zur Miete und kann sich kein Eigenheim leisten. Allerdings glaubt er felsenfest, dass alles besser werde, sobald er „anständig“ verdient und Millionär sei.

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