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Die Vermögensfrage : Was bei der Auswahl von Fonds hilft

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Wer nicht immer alles im Blick hat, muss auswählen. Ratingagenturen sortieren für die Geldanlage vor. Bild: Marc-Steffen Unger

Die große Zahl der Investmentfonds zwingt den Geldanleger zur Auswahl. Was hilft dabei? Die Vermögensfrage.

          6 Min.

          Wer sich mit dem Gedanken trägt, zinsloses Sparkapital in offene Investmentvermögen, also in Investmentfonds, zu transferieren oder bestehende Investmentfonds umzuschichten, steht vor der Frage: In welches Produkt soll ich investieren? Betrachtet man allein den deutschen Markt, dann hat man die Auswahl unter fast 8000 Investmentfonds, die für den Publikumsvertrieb zugelassen sind. Nach der aktuellen Statistik des Bundesverbandes Investmentfonds (BVI) von Anfang April entspricht dies einem Wert in Höhe von fast 850 Milliarden Euro.

          Die Anlageklassen Aktienfonds, Rentenfonds und Mischfonds vereinen fast 700 Milliarden Euro auf sich. Hinzu kommen noch mit zirka 85 Milliarden Euro die offenen Immobilienfonds. Die anteilsmäßig größte Anlageklasse sind die Aktienfonds mit einem Volumen von knapp 300 Milliarden Euro. Das ist die Anlageklasse, die das höchste Gewinn-, aber auch Verlustpotential auf sich vereint und die im Fokus der Berichterstattung steht (wohin geht der Dax?). In Stücken sind das nach der BVI-Statistik rund 3200 unterschiedliche Aktienfonds. Die wachsende Anzahl und der zunehmende Variantenreichtum von Investmentfonds insgesamt machen die Fondsauswahl für den Anleger zu einer komplexen Aufgabe, und es stellt sich die Frage nach der Vorgehensweise, um den oder die „richtigen“ Aktienfonds zu selektieren.

          Wie kommt Struktur in den Entscheidungsprozess?

          Soll man den Tipps folgen, die in Zeitungen, Magazinen, Börsenbriefen, Newslettern und im Internet verbreitet werden? Man könnte auch nach den diversen „Hitlisten“ entscheiden, also die Fonds wählen, die in der Verkaufsstatistik aktuell oder wiederholt ganz oben stehen. Diejenigen, die gekauft haben, werden schon gewusst haben warum. Allein diese Aufzählung zeigt, dass auch hier eine Vielzahl Wahlmöglichkeiten besteht, die letztlich aber eine unstrukturierte Vorgehensweise zur Entscheidungsfindung darstellen würden.

          Wie lässt sich also Struktur in den Entscheidungsprozess bringen? Hilfe bieten hier seit vielen Jahren Ratingagenturen an, wie beispielsweise Feri Eurorating oder Morningstar, die permanent einen Teil des Marktangebotes überprüfen und bewerten und in Form von Benotungen öffentlich machen. Feri benotet in fünf Ratingklassen von „A = sehr gut“ bis „E = schwach“. Morningstar dagegen vergibt 1 bis 5 Sterne (5 = Bestnote).

          Erstmals wurde 1999 das Feri-Fondsrating in Deutschland und Österreich veröffentlicht. Aktuell sind es rund 5200 Fonds von rund 280 Kapitalanlagegesellschaften, die „geratet“ werden. Fondsratings zielen darauf ab, so formuliert Feri, den Fondsselektionsprozess bei bereits definierten Anlagezielen und -schwerpunkten zu unterstützen. Letztere müssen klar umrissen sein, da die relative Betrachtung der Fondsratings keine Aussage über die Entwicklung eines gesamten Marktsegments macht, sondern nur eine Bewertung der relativen Güte der Fonds innerhalb dieses Segments ermöglicht. Was das übersetzt in die Praxis heißt, soll im Folgenden erläutert werden.

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