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Die Vermögensfrage : Einfach ein Depot eröffnen

Wer Wertpapiere in sein Depot legt, wird sogleich merken, dass ihm die Banken allerlei Möglichkeiten bieten, seinen Wertpapierauftrag abzusichern. Das fängt bei der ratsamen Definition des Kurses an, den Anleger maximal bereit sind, für das Wertpapier zu zahlen. Gerade bei wenig liquiden Wertpapieren beugt diese Angabe unliebsamen Überraschungen vor. Das reicht aber auch bis zu gleichzeitig abschließbaren Verkaufaufträgen, die automatisch ausgeführt werden, wenn der Kurs zum Beispiel 10 Prozent unter den Einstiegspreis fällt oder 10 Prozent unter zwischenzeitlich erreichte Höchstkurse. Der Möglichkeiten gibt es viele. Auch hier muss jeder Anleger ausprobieren und Erfahrungen sammeln, mit welcher Art der Geldanlage er sich wohl fühlt, ob er zum Beispiel langfristig orientiert anlegt, was sich meist eher auszahlt, oder ob er lieber kurzfristig agiert.

Investieren in alle Welt leicht gemacht

Die Aktie ist zwar hierzulande eines der Urprodukte an den Börsen und auch heute noch das transparenteste, einfachste und meist auch am besten handelbare Börsenprodukt. Nicht zuletzt deshalb wird die Aktie in Banken ungern vertrieben; in der klaren Struktur lassen sich schlicht keine Gebühren verdienen. Es ist aber längst nicht das einzige Wertpapier. Wer nicht Miteigentümer eines Unternehmens mit allen Chancen und Mitsprachemöglichkeiten, aber auch Risiken werden möchte, kann den Staaten oder Unternehmen auch nur Geld leihen und entsprechende Anleihen kaufen, auch in fremden Währungen. Der Zertifikatemarkt bietet zudem allerlei Strukturen, die meist auf eine Veränderung des Aktienrisikos abzielen.

Das können Garantiezusicherungen sein, aber auch Hebelfunktionen für stärkere Renditeausschläge. Daneben haben Privatanleger mittlerweile auch guten Zugang zu Rohstoffen. Über Fonds und ETFs, aber auch über Einzelaktien und -anleihen lässt sich zudem in alle halbwegs etablierten Finanzmärkte der Welt investieren. Das muss nicht gleich die erste Transaktion im neuen Depot sein. Banken bieten zudem zahlreiche Seminare oder Webinare, die den Anleger an die Themen heranführen.

Wer den Kontakt zu seiner Filiale schätzt, kann sich natürlich auch anhören, was der Berater ihm gerne verkaufen möchte. Es geht allerdings nichts darüber, selbst Erfahrungen zu sammeln – gute wie schlechte. Angesichts der vielen Vorurteile gegenüber Kapitalmärkten mag mancher überrascht sein, wie positiv diese unter dem Strich sein können. Der eigentliche Zweck der Übung, das hart verdiente Geld einigermaßen rentierlich anzulegen und damit zum Beispiel für das Alter vorzusorgen, kann damit sogar mit Spaß verbunden werden. Wer das nicht glaubt, sollte einfach mal ein Depot eröffnen und loslegen.

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