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Die Vermögensfrage : Einfach ein Depot eröffnen

Preise vergleichen lohnt sich

Die Commerzbank bietet in ihrem „Direktdepot“ wie die Direktbanken und Online-Broker auch eine kostenfreie Depotführung mit 0,25 Prozent Transaktionsentgelt, mindestens 9,90 Euro, wenn wenigstens eine Transaktion im Quartal getätigt wird. Eine Höchstgebühr gibt es jedoch nicht. Das Online-Depot der Deutschen Bank in der Variante „Privatdepot Comfort“ kostet hingegen mindestens 20 Euro im Jahr. Wer zum Beispiel 50.000 Euro im Depot hat, zahlt schon 70 Euro Grundgebühr. Jede Online-Transaktion kostet zudem 1 Prozent vom Kurswert, mindestens aber 20 Euro. Für Vielhändler gibt es günstigere Transaktionsentgelte, bei allerdings höheren Grundgebühren. Auch die meisten Filialbanken verlangen 1 Prozent vom Kurswert. Der Mindestpreis je Auftrag beträgt in der Regel etwa 20, manchmal sogar 30 Euro. Dazu kommen Grundgebühren, die sich meist am Depotwert orientieren. Für kleine Depots betragen sie nur wenige Euro im Monat.

Ein Preisvergleich lohnt. Die Zeitschrift „Finanztest“ hat zuletzt im Juli 42 Anbieter verglichen. Im Beispielfall eines Depots mit 96.000 Euro Volumen und sechs Transaktionen im Jahr zeigten sich unter den Online-Anbietern Flatex, die Aktionärsbank und Onvista mit 30 Euro am günstigsten. Das Postbank Online-Depot kam auf 120 Euro, Deutsche Bank Maxblue und ING Diba auf 150 Euro, der teuerste Anbieter jedoch auf 1006 Euro.

Unter den Filialbanken hat die Postbank mit knapp 200 Euro das günstigste Angebot, die Kreissparkasse Köln war mit 635 Euro die günstigste Sparkasse. Auch hier waren bei den teuren Anbietern mehr als 1000 Euro fällig. Gleichwohl bleibt der Trend intakt, dass die Depotführung und auch die Wertpapiertransaktionen im Zeitablauf immer günstiger wurden und werden. Die FMH Finanzberatung bietet auf ihrer Internetseite www.fmh.de einen kostenlosen Depotvergleich. Der Anleger kann hier eingeben, wie oft er handelt, um welche Beträge es dabei geht, wie groß sein Depot insgesamt ist, ob er im Ausland Transaktionen tätigt und vieles mehr.

Handeln wie die Profis

Doch dafür muss der Anleger sich schon Gedanken gemacht haben, was er mit seinem Depot überhaupt machen will. Der Pflicht der Depotauswahl, die durchaus ihre Mühe wert ist, folgt die Kür der Geldanlage. Das ist keine Mühsal mehr. Nachdem die Depotauswahl schon gezeigt hat, dass niemand Millionär sein muss, der ein Depot eröffnet, wird auch im Wertpapierhandel schnell klar, dass der Privatanleger so gut gestellt ist wie nie zuvor. Er verfügt über Handelsmöglichkeiten und Zugriff auf Anlageklassen, von denen frühere Generationen nur träumen konnten. Zudem hat der Börsenhandel eine ganz andere Qualität als in früheren Tagen. Wurde ehedem auf dem Parkett auf Zuruf gehandelt und handschriftlich Kurse notiert und telefonisch übermittelt, kann heute jeder am heimischen Rechner oder in der Bankfiliale Echtzeit-Kurse sehen, zu denen er genau wie die Profis handeln kann.

Die Handelsüberwachung beobachtet zudem sehr genau, dass es hier zu keinen Verzerrungen kommt. Der Anleger bleibt zudem auch immer Eigentümer der Wertpapiere. Die Bank verwahrt sie nur für ihn. In einem Insolvenzfall der Depotbank sind sie anders als die Einlagen auf Sparbüchern und Konten unabhängig von allen Einlagensicherungssystemen komplett geschützt und nie Teil der Insolvenzmasse.

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