https://www.faz.net/-hbv-7xyeq

Die Vermögensfrage : Das werden 2015 die besten Geldanlagen sein

  • -Aktualisiert am

Das jährliche „Loch“ ist 36.000 Euro groß, und wer diesen Betrag ins Verhältnis zu der „freien“ Million setzt, ahnt das Unheil. Die Frau muss das Geld nach Steuern, nach Kosten und nach Inflation zu mindestens 3,6 Prozent pro Jahr anlegen, wenn sie diese Million erhalten will. Das ist zur Zeit die Quadratur des Kreises. Das klappt nicht, und was nicht geht, kann auch nicht gängig gemacht werden. Ganz im Gegenteil: Anleger in solchen Lebenslagen sollten sich vor Bänkelsängern, Gauklern und Rattenfängern in Acht nehmen und diesen Gaunern und Halunken nicht die Mär abnehmen, hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen gebe es „geheime“ Geldanlagen mit Zinsen von 5 oder 6 Prozent pro Jahr. Statt dessen sollte die Frau die „staubtrockene“ Übersicht in der dritten Tabelle zu Gemüte führen.

Die Struktur der hohen Sicherheit

In dieser Welt lebt die Witwe noch 25 Jahre, möge also 85 Jahre alt werden. Die jährlichen Einnahmen beginnen bei 30.000 Euro und steigen jedes Jahr um 2 Prozent. Die anfänglichen Ausgaben von 66.000 Euro klettern ebenfalls um 2 Prozent pro Jahr. Das führt zu jährlichen Unterdeckungen, die im Laufe der Zeit immer größer werden. Sie beginnen bei 36.000 Euro und enden bei 58.000 Euro. Entnahmen in dieser Höhe erfordern eine Verzinsung von 4,4 Prozent pro Jahr, falls das Kapital erhalten bleiben soll, doch dieser Wert ist utopisch und kann auch mit Hilfe von Likör nicht „klein getrunken“ werden.

Die reiche Dame hat, grob gesprochen, nur zwei Möglichkeiten. Entweder schnallt sie den Gürtel enger, oder sie greift das Kapital an. Das erste Modell ist alles andere als attraktiv: Erst Ehefrau, dann Witwe, und jetzt auch noch Sparfüchsin. Das macht keinen Spaß, so endet das Leben voller Verdruss! Das zweite Modell bedarf der Gewöhnung. Die Frau legt die Million in vier Töpfe an: 100.000 Euro auf Girokonto, 150.000 Euro in Anleihen, 300 000 Euro in Immobilien und 450.000 Euro in Aktien. Auf dem Girokonto gibt es keine Zinsen, und bei den anderen Anlagen gibt es Erträge von 1 bis 3 Prozent. Das sind im Schnitt etwa 2 Prozent, und wenn die „Löcher“ durch Entnahmen aus den vier Töpfen gestopft werden, zuerst aus dem Bargeld, anschließend, den Anleihen, dann den Immobilien und zuletzt den Aktien, wird das Vermögen bis zum 85. Lebensjahr auf 205.000 Euro sinken.

Das mag auf den ersten Blick keine schöne Entwicklung sein, hier Aktien von 450.000 Euro, dort „Verzehr“ von 795.000 Euro, doch auf den zweiten Blick hat der Vorschlag viel Charme. Das gesamte Vermögen wird zu 5 Prozent in Bargeld, zu 20 Prozent in Anleihen, zu 45 Prozent in Immobilien und zu 20 Prozent in Aktien angelegt. Das ist unter dem Strich eine Struktur mit hoher Sicherheit, das ist keine Spekulation!

Weitere Themen

KKR steigt bei Axel Springer ein

Übernahmeangebot : KKR steigt bei Axel Springer ein

Der Finanzinvestor KKR will gemeinsam mit der Familie Springer die Kontrolle über den Axel-Springer-Konzern übernehmen. Am Mittwoch legen die Amerikaner ein attraktives Übernahmeangebot vor, das den Kurs stark stiegen lässt.

Topmeldungen

Umstrittenes Projekt: Künftig sollen Autofahrer zur Kasse gebeten werden.

Neue Prognosen : Wird die Pkw-Maut zum Minusgeschäft?

Interne Zahlen aus dem Verkehrsministerium zeigen: Aus den erhofften 500 Millionen Euro wird wohl nichts – schuld sind Veränderungen in der Fahrzeugflotte. Die Grünen geißeln das Lieblingsvorhaben von Verkehrsminister Scheuer als „ teures und sinnloses Stammtischprojekt“.
Die Große Koalition erzielt in der Nacht auf Montag einen Kompromiss bei der Grundsteuer (Archivbild von Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD)).

Große Koalition : Union und SPD einigen sich bei Grundsteuer

Schon beim ersten Koalitionsausschuss mit neuer Besetzung erzielt die Bundesregierung einen Kompromiss. Ist das Ausdruck einer neuen Handlungsfähigkeit? Etliche Streitpunkte können jedenfalls nicht gelöst werden.
Suchen nach Kraft und Mut: Anne Will diskutiert mit ihren Gästen (hier Franziska Giffey und Volker Bouffier) den Zustand der Großen Koalition.

TV-Kritik „Anne Will“ : Kein Mut in Sicht

Deutschland driftet auseinander: Im Westen wird das Land grün, im Osten blau. Bei Anne Will geht es darum, ob die Bundesregierung noch den Willen und die Kraft hat, mit überzeugender Politik zu antworten. Das Ergebnis der Debatte ist ernüchternd.

Rückkehr nach Dortmund? : Hummels passt ins BVB-Konzept

Es wäre ein wahrer Transfercoup: Gleich aus zwei Gründen aber würde ein Wechsel von Mats Hummels zur Borussia Sinn ergeben. Und eigentlich spräche einer dagegen – oder nicht?

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.